Budgetplanung - Wie man seine Finanzen in den Griff bekommt
Shownotes
💼 In der vierten Folge von Finanzpost.de: Der Finanz- und Vorsorge-Podcast zeigen dir Lia und Finanzexperte Maik Marx, wie du mit einem cleveren Budget die volle Kontrolle über deine Finanzen bekommst. Ein Budget ist kein Gefängnis, sondern dein Werkzeug zur finanziellen Freiheit!
🧠 Erfahre, wie du in nur einem Monat einen vollständigen Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben gewinnst. Maik erklärt dir die 50-30-20-Regel im Detail: 50% für Bedürfnisse, 30% für Wünsche, 20% für Sparen und Investieren. Du lernst auch alternative Methoden wie Zero-Based Budgeting und die Umschlag-Methode kennen.
💡 Mit konkreten Rechenbeispielen zeigen wir dir, wie du dein persönliches Budget erstellst, welche Apps und Tools dir helfen können und wie du typische Budgetierungs-Fehler vermeidest. Besonders wichtig: das Prinzip „Bezahle dich zuerst" – automatisiere dein Sparen, bevor du andere Ausgaben tätigst.
🚀 Hör jetzt rein und starte noch heute mit deinem persönlichen Budget. Deine finanzielle Zukunft beginnt mit diesem ersten Schritt!
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📌 IN DIESER FOLGE ERFÄHRST DU:
- Warum ein Budget kein Verzicht, sondern Freiheit bedeutet 🧠
- Wie du in einem Monat mit einem Haushaltsbuch den vollständigen Überblick gewinnst 📝
- Die 50-30-20-Regel im Detail: Bedürfnisse, Wünsche, Sparen (mit Rechenbeispiel) 💰
- Zero-Based Budgeting: Jedem Euro einen Job geben ⚡
- Die Umschlag-Methode: Visuelles Budgetieren mit Bargeld 💬
- Welche Apps und Tools dir helfen (Finanzguru, YNAB, Excel) 📱
- Die größten Budgetierungs-Fehler und wie du sie vermeidest 👔
- Das Prinzip „Bezahle dich zuerst" – Automatisiere dein Sparen! 🔄
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- Für alle Inhalte verantwortlich: Maik Marx, Finanzcoach
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📢 VORSCHAU AUF DIE NÄCHSTE FOLGE: In der nächsten Folge vertiefen wir die 50-30-20-Regel noch weiter und zeigen dir, wie du dieses einfache System optimal für deine persönliche Situation anpassen kannst. Sei dabei!
Transkript anzeigen
Speaker1: Herzlich willkommen zurück bei Finanzpost.de, der Finanz- und Vorsorge-Podcast.
Speaker1: Ich bin Lia und ich freue mich riesig, dass du auch heute wieder eingeschaltet hast.
Speaker1: Wir sind jetzt schon bei Folge 4 und ich muss sagen, ich lerne mit jeder Folge so unglaublich viel.
Speaker1: In den letzten Folgen haben wir über finanzielle Bildung, den Notgroschen und
Speaker1: Schuldenabbau gesprochen.
Speaker1: Heute gehen wir einen Schritt weiter und schauen uns an, wie du deine Finanzen
Speaker1: so organisierst, dass du gar nicht erst in finanzielle Schwierigkeiten gerätst.
Speaker1: Und natürlich ist wieder mein Finanzmentor an meiner Seite.
Speaker1: Er hat ein unglaubliches Talent, komplexe Themen so zu erklären,
Speaker1: dass selbst ich als Anfängerin alles verstehe.
Speaker1: Herzlich willkommen, Mike Marx.
Speaker0: Danke, Lia. Es freut mich sehr zu hören, dass du mit jeder Folge mehr lernst.
Speaker0: Genau das ist unser Ziel.
Speaker0: Heute sprechen wir über ein Thema, das absolut fundamental ist. Budgetplanung.
Speaker0: Ein gutes Budget ist wie ein Navigationssystem für deine Finanzen.
Speaker0: Es zeigt dir, wo du bist, wohin du willst und wie du dorthin kommst.
Speaker1: Das ist ein schönes Bild, Mike. Ein Navigationssystem.
Speaker1: Aber ich muss ehrlich sagen, das Wort Budget klingt für mich ein bisschen nach
Speaker1: Verzicht und Einschränkung. Ist es das?
Speaker0: Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis und ich bin froh, dass du das ansprichst.
Speaker0: Ein Budget ist kein Gefängnis, sondern ein Werkzeug der Freiheit.
Speaker0: Es geht nicht darum, dir Dinge zu verbieten, sondern darum, bewusste Entscheidungen zu treffen.
Speaker0: Wenn du kein Budget hast, gibst du dein Geld unbewusst aus und wunderst dich
Speaker0: am Ende des Monats, wo es geblieben ist. Mit einem Budget entscheidest du aktiv,
Speaker0: wofür du dein Geld ausgeben möchtest.
Speaker0: Du gibst dir selbst die Erlaubnis, Geld für Dinge auszugeben,
Speaker0: die dir wichtig sind und du erkennst gleichzeitig, wo du vielleicht Geld verschwendest
Speaker0: für Dinge, die dir gar nicht so wichtig sind.
Speaker1: Okay, das klingt schon viel besser. Also ein Budget gibt mir Kontrolle und Bewusstsein.
Speaker1: Wo fange ich denn an, wenn ich noch nie ein Budget erstellt habe?
Speaker0: Der allererste Schritt ist, einen Überblick über deine aktuelle finanzielle Situation zu bekommen.
Speaker0: Das bedeutet, du musst wissen, wie viel Geld du jeden Monat einnimmst und wie viel du ausgibst.
Speaker0: Fangen wir mit den Einnahmen an. Das ist meistens der einfachere Teil.
Speaker0: Wenn du angestellt bist, schaust du auf deine Gehaltsabrechnung und notierst
Speaker0: dein Nettogehalt. Wenn du selbstständiger bist, nimmst du den Durchschnitt der
Speaker0: letzten drei bis sechs Monate.
Speaker0: Wichtig ist, dass du nur mit dem Geld planst, das tatsächlich auf deinem Konto landet.
Speaker0: Bonuszahlungen oder unregelmäßige Einnahmen würde ich am Anfang nicht einplanen.
Speaker0: Die sind ein schöner Extrapuffer, aber nicht die Basis deines Budgets.
Speaker1: Das macht Sinn. Also ich nehme mein Nettogehalt als Ausgangspunkt. Was kommt dann?
Speaker0: Jetzt kommt der spannende, aber auch manchmal unangenehme Teil.
Speaker0: Du musst herausfinden, wofür du dein Geld ausgibst. Und zwar wirklich alles.
Speaker0: Ich empfehle, für einen Monat ein Haushaltsbuch zu führen.
Speaker0: Das kann ein klassisches Notizbuch sein, eine Excel-Tabelle oder eine App.
Speaker0: Es gibt viele kostenlose Apps wie Finanzguru, Money Control oder auch die Finanzfluss-App.
Speaker0: Wichtig ist, dass du jeden einzelnen Euro notierst, den du ausgibst. Wirklich jeden.
Speaker0: Der Kaffee-to-go, das Brötchen beim Bäcker, das Streaming-Abo,
Speaker0: die Tankfüllung, alles.
Speaker1: Jeden Euro? Das klingt nach viel Arbeit.
Speaker0: Das ist es auch. Aber es ist nur für einsen Monat und es lohnt sich unglaublich.
Speaker0: Die meisten Menschen sind absolut überrascht, wenn sie sehen,
Speaker0: wofür sie ihr Geld tatsächlich ausgeben.
Speaker0: Du denkst vielleicht, du gibst 100 Euro im Monat für Essen außer Haus aus und
Speaker0: dann stellst du fest, dass es 300 Euro sind.
Speaker0: Diese Bewusstwerdung ist Gold wert. Und nach diesem einzelnen Monat hast du
Speaker0: einzelne solide Datenbasis, auf der du deins Budget aufbauen kannst.
Speaker1: Okay, ich habe jetzt einen Monat lang alles aufgeschrieben. Was mache ich mit diesen ganzen Zahlen?
Speaker0: Jetzt kategorisierst du deine Ausgaben. Du teilst sie in verschiedene Bereiche ein.
Speaker0: Typische Kategorien sind Wohnen, also Miete oder Kreditrate,
Speaker0: Nebenkosten, Strom, Lebensmittel und Haushalt.
Speaker0: Transport, also Auto, Benzin, öffentliche Verkehrsmittel, Versicherungen,
Speaker0: Kommunikation, also Handy, Internet,
Speaker0: Freizeit und Unterhaltung, Kleidung, Gesundheit und ganz wichtig,
Speaker0: Sparen und Investieren.
Speaker0: Wenn du deine Ausgaben in diese Kategorien einteilst, siehst du auf einen Blick,
Speaker0: wo dein Geld hinfließt und oft erkennst du Muster, die dir vorher nicht bewusst waren.
Speaker1: Das klingt sehr strukturiert.
Speaker1: Aber wie weiß ich denn, ob meine Ausgaben in einer Kategorie zu hoch oder zu niedrig sind?
Speaker1: Gibt es da Richtwerte?
Speaker0: Es gibt tatsächlich eine sehr beliebte und einfache Faustregel,
Speaker0: die sogenannte 50-30-20-Regel.
Speaker0: Sie stammt ursprünglich aus
Speaker0: den USA, lässt sich aber auch gut auf deutsche Verhältnisse übertragen.
Speaker0: Die Idee ist, dein Nettoeinkommen in drei große Töpfe aufzuteilen.
Speaker0: 50% für Bedürfnisse, 30% für Wünsche und 20% für Sparen und Investieren.
Speaker1: Das klingt einfach. Kannst du das genauer erklären? Was sind Bedürfnisse und was sind Wünsche?
Speaker0: Sehr gerne. Bedürfnisse, das sind die Dinge, die du zum Leben brauchst.
Speaker0: Dinge, auf die du nicht verzichten kannst.
Speaker0: Dazu gehören Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Versicherungen,
Speaker0: Mindestrate für Kredite, Transport zur Arbeit, Medikamente. Alles,
Speaker0: was notwendig ist, um Dein Leben aufrecht zu erhalten.
Speaker0: Diese Kategorie sollte maximal 50% Deines Nettoeinkommens ausmachen.
Speaker0: Wenn Du mehr als 50% für Bedürfnisse ausgibst, wird es eng und Du solltest überlegen,
Speaker0: ob Du Deine Fixkosten senken kannst.
Speaker0: Zum Beispiel durch einen Umzug in eine günstigere Wohnung oder durch den Wechsel
Speaker0: zu günstigeren Versicherungen.
Speaker1: Und die 30% für Wünsche?
Speaker0: Wünsche sind alle Dinge, die dein
Speaker0: Leben schöner machen, auf die du aber theoretisch verzichten könntest.
Speaker0: Essen gehen, Kino, Konzerte, Urlaub, Hobbys, Streamingdienste,
Speaker0: das neueste Handy, schicke Kleidung, all das sind Wünsche.
Speaker0: Und die 50-30-20-Regel sagt, gönn dir diese Dinge.
Speaker0: 30% deines Einkommens darfst du für Dinge ausgeben, die dir Freude bereiten.
Speaker0: Das ist kein Verzicht, das ist bewusster Genuss.
Speaker0: Du weißt, dass du dir diese 30% leisten kannst, ohne deine finanzielle Zukunft zu gefährden.
Speaker1: Das finde ich super. Ich darf mir also Dinge gönnen, solange ich im Rahmen bleibe.
Speaker1: Und die 20 Prozent?
Speaker0: Die 20 Prozent sind für deine Zukunft. Das ist das Geld, das du sparst und investierst.
Speaker0: Dazu gehört der Aufbau deines Notgroschens, den wir in Folge 2 besprochen haben.
Speaker0: Dazu gehört das Abbezahlen von Schulden über die Mindestzahlung hinaus,
Speaker0: wie wir es in Folge 3 gelernt haben.
Speaker0: Und dazu gehört das Investieren in ETFs oder andere Anlagen für deinen Vermögensaufbau
Speaker0: und deine Altersvorsorge.
Speaker0: Diese 20% sind der Schlüssel zu deiner finanziellen Freiheit.
Speaker0: Wenn du es schaffst, dauerhaft 20% deines Einkommens zu sparen und zu investieren,
Speaker0: wirst du langfristig wohlhabend werden.
Speaker1: Das ist eine starke Aussage. Lass uns das mal an einem Beispiel durchrechnen.
Speaker1: Sagen wir, ich verdiene 2.500 Euro netto im Monat.
Speaker1: Wie würde die 50-30-20-Regel dann aussehen?
Speaker0: Perfektes Beispiel. Bei 2.500 Euro netto hättest du 50% für Bedürfnisse.
Speaker0: Das sind 1,52 Euro.
Speaker0: Das muss reichen für Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Versicherungen,
Speaker0: Transport. 30% für Wünsche, das sind 57 Euro.
Speaker0: Das ist dein Spaßbudget. Essen gehen, Hobbys, Urlaub.
Speaker0: Und 20% für Sparen und Investieren, das sind 50 Null Euro.
Speaker0: Wenn du es schaffst, jeden Monat 50 Null Euro zu sparen und zu investieren,
Speaker0: hast du nach einem Jahr 6000 Euro.
Speaker0: Nach 10 Jahren mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 7% hast du über 8.000, 6.000 Euro.
Speaker0: Das ist die Macht des konsequenten Sparens und Investierens.
Speaker1: Wow, das ist wirklich beeindruckend. Aber Mike, was ist, wenn ich es nicht schaffe, 20% zu sparen?
Speaker1: Wenn meine Fixkosten schon mehr als 50% fressen?
Speaker0: Dann ist die 50-30-20-Regel ein Ziel, auf das du hinarbeitest.
Speaker0: Nicht jeder kann sofort diese Aufteilung
Speaker0: erreichen, besonders in teuren Städten, wo die Mieten hoch sind.
Speaker0: Wenn du merkst, dass du 60% für Bedürfnisse brauchst, dann versuche bei den
Speaker0: Wünschen zu sparen und trotzdem mindestens 10% zu sparen.
Speaker0: Oder du suchst nach Wegen, deine Fixkosten zu senken.
Speaker0: Vielleicht kannst du eine WG gründen, um die Miete zu teilen.
Speaker0: Vielleicht kannst du zu günstigeren Versicherungen wechseln.
Speaker0: Vielleicht kannst du ein Auto abschaffen und öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
Speaker0: Die 50-30-20-Regel ist ein Kompass, keine starre Regel.
Speaker0: Wichtig ist, dass du in die richtige Richtung gehst.
Speaker1: Das ist ein wichtiger Hinweis. Es geht um die Richtung. Nicht um Perfektion.
Speaker1: Mike, du hast vorhin auch von Zero-Based Budgeting gesprochen.
Speaker1: Was ist das?
Speaker0: Zero-Based Budgeting ist eine andere, sehr effektive Methode.
Speaker0: Die Idee ist, jeder Euro, den du einnimmst, bekommt einen Job.
Speaker0: Du teilst dein gesamtes Einkommen verschiedenen Kategorien zu,
Speaker0: bis du bei Null ankommst.
Speaker0: Das bedeutet nicht, dass du alles ausgibst. Es bedeutet, dass du jedem Euro einen Zweck gibst.
Speaker0: Sagen wir, du verdienst 2500 Euro.
Speaker0: Du teilst zu 800 Euro Miete, 300 Euro Lebensmittel, 200 Euro Transport,
Speaker0: 100 Euro Versicherungen, 150 Euro Freizeit, 500 Euro Sparen,
Speaker0: 200 Euro Notgroschen auffüllen, 250 Euro Urlaubsrücklage.
Speaker0: Wenn du alles zugewiesen hast, solltest du bei Null rauskommen.
Speaker0: Jeder Euro hat einen Zweck. Das gibt dir unglaubliche Kontrolle.
Speaker1: Das klingt sehr detailliert. Ist das nicht wahnsinnig aufwendig?
Speaker0: Am Anfang schon. Du musst wirklich überlegen, wie viel du für jede Kategorie brauchst.
Speaker0: Aber nach ein, zwei Monaten hast du deine Kategorien und Beträge gefunden und dann wird es zu Rücken.
Speaker0: Viele Menschen schwören auf diese Methode, weil sie verhindert,
Speaker0: dass Geld einfach so verschwindet.
Speaker0: Es gibt auch Apps wie Wine App, You Need a Budget, die genau nach diesem Prinzip funktionieren.
Speaker0: Die App ist allerdings kostenpflichtig, aber viele Nutzer sagen, sie ist jeden Cent wert.
Speaker1: Interessant.
Speaker1: Gibt es noch andere Budgetierungsmethoden?
Speaker0: Es gibt die Umschlagmethode, die besonders für Menschen funktioniert,
Speaker0: die gerne mit Bargeld arbeiten.
Speaker0: Die Idee ist, du hebst am Monatsanfang dein Geld ab und verteilst es auf verschiedene Umschläge.
Speaker0: Ein Umschlag für Lebensmittel, einer für Freizeit, einer für Kleidung.
Speaker0: Wenn der Umschlag leer ist, gibst du in dieser Kategorie kein Geld mehr aus.
Speaker0: Das ist sehr visuell und hilft vielen Menschen, ihre Ausgaben zu kontrollieren.
Speaker0: In Zeiten von Kartenzahlung und Online-Shopping ist diese Methode allerdings
Speaker0: etwas unpraktisch geworden.
Speaker0: Aber das Prinzip kannst du auch digital umsetzen, indem du mehrere Unterkonten
Speaker0: bei deiner Bank anlegst.
Speaker1: Das sind jetzt viele verschiedene Methoden. Welche würdest du mir als Anfängerin empfehlen?
Speaker0: Ich würde dir empfehlen, mit der 50-30-20-Regel zu starten.
Speaker0: Sie ist einfach, sie ist flexibel und sie gibt dir eine gute Grundstruktur.
Speaker0: Führe einen Monat lang Haushaltsbuch, schau, wo dein Geld hinfließt und versuche
Speaker0: dann, deine Ausgaben in diese drei Kategorien einzuteilen.
Speaker0: Wenn du merkst, dass du mehr Kontrolle brauchst, kannst du später zu Zero-Based
Speaker0: Budgeting wechseln. Das Wichtigste ist, dass du überhaupt anfängst.
Speaker0: Ein unperfektes Budget, das du durchziehst, ist besser als ein perfektes Budget,
Speaker0: das in der Schublade liegt.
Speaker1: Das ist ein super Rat!
Speaker1: Mike, wie oft sollte ich mein Budget überprüfen und anpassen?
Speaker0: Am Anfang würde ich empfehlen, es jede Woche zu überprüfen.
Speaker0: Schau, ob du in deinen Kategorien bleibst. Wenn du merkst, dass du in einer
Speaker0: Kategorie ständig drüber kommst, musst du entweder das Budget anpassen oder dein Verhalten ändern.
Speaker0: Nach ein paar Monaten reicht es, das Budget einmal im Monat zu überprüfen.
Speaker0: Und mindestens einmal im Jahr solltest du eine größere Überprüfung machen.
Speaker0: Hat sich dein Einkommen verändert? Haben sich deine Lebensumstände geändert?
Speaker0: Sind neue Ausgaben dazugekommen? Ein Budget ist nicht in Stein gemeißelt.
Speaker0: Es muss mit deinem Leben mitwachsen.
Speaker1: Das macht total Sinn. Ein Budget ist ein lebendiges Dokument.
Speaker1: Mike, was sind die größten Fehler, die Menschen bei der Budgetplanung machen?
Speaker0: Der größte Fehler ist, zu restriktiv zu sein. Wenn du dir gar nichts mehr gönnst,
Speaker0: wirst du das Budget nicht durchhalten.
Speaker0: Es ist wie eine Diät. Wenn du
Speaker0: zu streng bist, kommt der Heißhunger und du wirfst alles über den Haufen.
Speaker0: Der zweite große Fehler ist, unregelmäßige Ausgaben zu vergessen.
Speaker0: Dinge wie Versicherungen, die jährlich bezahlt werden, oder Geschenke zu Weihnachten.
Speaker0: Diese Ausgaben musst du einplanen, indem du jeden Monat einen Betrag dafür zurücklegst.
Speaker0: Der dritte Fehler ist, das Sparen als letzten Punkt zu sehen.
Speaker0: Viele Menschen sagen, ich spare, was am Ende des Monats übrig bleibt.
Speaker0: Aber meistens bleibt nichts übrig. Deshalb bezahle dich zuerst.
Speaker0: Richte einen Dauerauftrag ein, der direkt nach Gehaltseingang einen festen Betrag
Speaker0: auf dein Sparkonto oder dein Depot überweist.
Speaker0: Was du nicht siehst, vermisst du nicht.
Speaker1: Bezahle dich zuerst.
Speaker1: Das ist ein starker Satz. Mike, was würdest du jemandem sagen,
Speaker1: der jetzt denkt, das klingt alles gut, aber ich habe keine Disziplin.
Speaker1: Ich werde das nicht durchhalten.
Speaker0: Ich würde sagen, mach es dir so einfach wie möglich.
Speaker0: Automatisiere, was du automatisieren kannst. Daueraufträge für Sparen für Fixkosten.
Speaker0: Nutze Apps, die dir helfen, den Überblick zu behalten. Und sei nicht zu hart
Speaker0: zu dir selbst. Wenn du in einem Monat mal über dein Budget kommst,
Speaker0: ist das kein Weltuntergang.
Speaker0: Analysiere, warum es passiert ist und mach im nächsten Monat weiter.
Speaker0: Budgetplanung ist eine Fähigkeit, die man lernen muss.
Speaker0: Niemand ist von Anfang an perfekt darin. Aber mit jedem Monat wirst du besser.
Speaker1: Das ist so ermutigend, Mike. Vielen Dank für diese praktischen und umsetzbaren Tipps.
Speaker1: Ich werde definitiv noch heute anfangen, mein Budget zu planen.
Speaker0: Das freut mich sehr, Lia. Und ich bin sicher, unsere Zuhörerinnen und Zuhörer werden das auch tun.
Speaker0: Ein gutes Budget ist die Grundlage für alles, was wir in den kommenden Folgen besprechen werden.
Speaker0: Ohne Budget kein Vermögensaufbau.
Speaker1: Absolut. Und liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, fangt noch heute an.
Speaker1: Ladet euch eine App herunter, öffnet eine Excel-Tabelle oder nehmt einfach Stift und Papier.
Speaker1: Schreibt auf, was ihr diesen Monat verdient und wofür ihr es ausgebt.
Speaker1: Das ist der erste Schritt.
Speaker1: In unserer nächsten Folge sprechen wir über die 50-30-20-Regel noch detaillierter
Speaker1: und schauen uns an, wie du dieses einfache System für dein Geld optimal nutzen kannst.
Speaker1: Seid also unbedingt wieder dabei.
Speaker2: Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken
Speaker2: und stellen keine Finanzberatung dar.
Speaker2: Finanzpost.de und die Sprecher übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit,
Speaker2: Richtigkeit und Aktualität der Inhalte.
Speaker2: Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko.
Speaker2: Für verbindliche Finanzberatung empfehlen wir, einen zertifizierten Finanzberater zu konsultieren.
Speaker2: Beachtet bitte auch unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen und das Impressum.
Speaker2: Alle Links und Shownotes findet ihr wie immer auch auf unserer Webseite.
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