27 Rebalancing - Wie du dein Portfolio im Gleichgewicht hältst

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Rebalancing – Wie du dein Portfolio im Gleichgewicht hältst

Dein Portfolio ist aus dem Gleichgewicht geraten und du merkst es nicht mal? Aus geplanten 60% Aktien sind plötzlich 70% geworden – und dein Risiko explodiert. In dieser Episode zeigen dir Lia und Finanzexperte Maik Marx, wie du mit smartem Rebalancing dein Portfolio langfristig auf Kurs hältst.

📌 IN DIESER FOLGE LERNST DU:

  • Was Rebalancing genau ist und warum aus 60/40 schnell 64,3/35,7 wird (10.000-Euro-Beispiel)
  • Die 3 Hauptgründe für Rebalancing: Risikokontrolle, Renditeoptimierung durch antizyklisches Handeln, emotionale Disziplin
  • Zeitbasiert vs. schwellenwertbasiert: Welche Rebalancing-Methode für dich am besten funktioniert
  • Die 4-Schritte-Anleitung: Bestandsaufnahme, Ist-Allokation berechnen, Abweichung prüfen, Rebalancing-Bedarf ermitteln
  • Kostenfallen vermeiden: Transaktionskosten, Steuern und wie du sie minimierst
  • Rebalancing im Ruhestand: Warum die Regeln hier anders sind und wie du Verkäufe optimal timst
  • Die 3 größten Fehler: Zu häufiges Rebalancing, Emotionen beim Timing, Ignorieren der Zielallokations-Anpassung
  • Tools & Automatisierung: Welche Robo-Advisors automatisch rebalancen und wann du bewusst NICHT rebalancen solltest

🎙️ KAPITELMARKEN:

  • 00:00:08 Einführung in Rebalancing
  • 00:00:53 Was ist Rebalancing?
  • 00:03:36 Warum Rebalancing wichtig ist
  • 00:05:57 Häufigkeit des Rebalancing
  • 00:08:34 Schritte zum Rebalancing
  • 00:10:41 Kosten des Rebalancing
  • 00:12:50 Rebalancing im Ruhestand
  • 00:15:14 Fehler beim Rebalancing vermeiden
  • 00:17:09 Anpassung der Zielallokation
  • 00:19:07 Fazit und Ausblick
  • 00:20:07 Tools für Rebalancing
  • 00:22:18 Automatisches Rebalancing mit Robo-Advisors
  • 00:24:03 Situationen ohne Rebalancing
  • 00:25:53 Abschluss und nächste Schritte

🔗 LINKS & RESSOURCEN:

💡 ÜBER FINANZPOST.DE:

Der Finanz- und Vorsorge-Podcast mit Lia und Finanzexperte Maik Marx – für alle, die ihre Finanzen selbstbestimmt in die Hand nehmen wollen.

⚠️ HINWEIS:

Dieser Inhalt dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle Beratung. Alle Angaben ohne Gewähr.


#Rebalancing #PortfolioManagement #ETFStrategie #AssetAllocation #Geldanlage #Altersvorsorge #MaikMarx #Finanzpost

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen zurück bei finanzpost.de.

00:00:04: Ich bin Lia und freue mich riesig, dass ihr wieder dabei seid!

00:00:09: Die letzten Wochen waren unglaublich lehrreich für mich.

00:00:13: ich habe mein Risikoprofil bestimmt meine Asset Allocation festgelegt Und ich habe sogar schon meinen ersten ETF-Sparplan eingerichtet Den Vanguard FC ALL WORLD.

00:00:26: Ich fühle mich richtig gut damit Aber letzte Woche hat Mike etwas erwähnt, das mich seitdem beschäftigt.

00:00:33: Rebalancing.

00:00:35: Er hat gesagt ich sollte mein Portfolio etwa einmal pro Jahr überprüfen und gegebenenfalls wieder auf meine Zielallokation zurücksetzen – aber wie genau macht man das?

00:00:45: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

00:00:47: Und warum ist es überhaupt

00:00:49: wichtig?!

00:00:50: Heute klären wir alle Fragen rund um rebalancing!

00:00:56: Hallo, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.

00:01:01: Schön dass du so motiviert bist, Lia!

00:01:03: Rebalancing ist tatsächlich ein sehr wichtiges Thema das viele Anleger vernachlässigen.

00:01:09: Heute werden wir klären was rebalancing genau ist warum es so wichtig ist wann und wie oft Du rebalanzen solltest welche Methoden es gibt und welche Fehler Du vermeiden solltest.

00:01:23: Am Ende wirst du genau wissen, wie du dein Portfolio langfristig im Gleichgewicht hältst.

00:01:29: Perfekt!

00:01:31: Lass uns mit der Grundfrage starten... Was ist rebalancing überhaupt?

00:01:36: Ich habe eine waage Vorstellung aber eine klare Definition wäre super.

00:01:41: Sehr gerne Lia!

00:01:43: Rebalancing bedeutet auf Deutsch wieder Herstellung des Gleichgewichts.

00:01:47: Es ist der Prozess, bei dem du dein Portfolio regelmäßig wieder auf deine ursprüngliche Zielallokation zurück setzt.

00:01:55: Lass mich das an einem Beispiel erklären.

00:01:58: Angenommen du hast dich für eine Sechzig-Vierzig-Strategie entschieden.

00:02:03: Sechszig Prozent Aktien, vierzig Prozent Anleihen.

00:02:08: Am Anfang des Jahres investierst Du Zehntausend Euro, sechstausend Euro in einen Aktienetf Viertausend Euro in einen Anleihen ETF.

00:02:20: Jetzt läuft ein Jahr, die Aktienmärkte haben ein fantastisches Jahr und steigen um zwanzig Prozent.

00:02:27: Deine Aktien sind jetzt siebentausend zweihundert Euro wert.

00:02:31: Die Anleinen sind stabil geblieben bei viertausende Euro.

00:02:35: Dein Gesamtvermögen ist jetzt elf tausend zweihundert Euro Aber die Aufteilung ist nicht mehr sechzigvierzig.

00:02:43: Deine Aktien machen jetzt sixty-vierundsechzig, drei Prozent aus.

00:02:47: Deine Anleihen nur noch fünfunddreißig, sieben Prozent.

00:02:51: Dein Portfolio ist risikoreicher geworden als du es eigentlich wolltest!

00:02:57: Beim Rebalancing verkaufst Du jetzt einen Teil der Aktien und kaufst dafür anleihen um wieder auf sechzig vierzig zu kommen.

00:03:06: Du verkaufest etwa vierhundertachzig Euro Aktien.

00:03:13: Jetzt hast du wieder sechstausend Siebenhundertzwanzig Euro in Aktien und viertausend Vierhundertachtzig Euro in Anleihen.

00:03:22: Das ist wieder Sechszigvierzig, das ist Rebalancing.

00:03:26: Ah jetzt verstehe ich!

00:03:28: Rebalanceng bedeutet dass ich mein Portfolio wieder auf die ursprüngliche Aufteilung zurücksetze.

00:03:34: Aber warum ist es wichtig?

00:03:37: Wenn meine Aktien gut gelaufen sind, ist das doch eigentlich positiv oder...?

00:03:41: Das ist eine sehr gute Frage, Lia.

00:03:43: Und genau hier liegt der Knackpunkt!

00:03:46: Es gibt drei Hauptgründe, warum Rebalancing wichtig ist.

00:03:50: Erstens Risikokontrolle Wenn deine Aktien stark steigen und du nicht re-balancest wird dein Portfolio immer risikoreicher.

00:04:00: Aus sechzig Prozent Aktien werden siebzig dann achtzig vielleicht sogar neunzig Prozent.

00:04:06: Du bist dann viel stärker von den Aktienmärkten abhängig als du es eigentlich wolltest.

00:04:12: Wenn dann ein Crash kommt, verlierst du viel mehr als du emotional verkraften kannst.

00:04:18: Du erinnerst dich an unseren Workshop zum Risikoprofil?

00:04:21: Du hast gesagt bei einem Verlust von dreißig Prozent würdest du in Panik geraten!

00:04:27: Wenn dein Portfolio durch fehlendes Rebalancing zu aktienlastig geworden ist, ist die Wahrscheinlichkeit für solche Verluste viel höher... Rebalancing hält dein Risiko konstant auf dem Niveau, das du dir ausgesucht hast.

00:05:02: und kaufst günstig.

00:05:07: Das ist genau das, was erfolgreiche Investoren tun!

00:05:12: Studien zeigen, dass Portfolios mit regelmäßigem Rebalancing langfristig oft besser abneiden als Portfolio ohne Rebalansing.

00:05:23: Und drittens Disziplin – Rebalensing zwingt dich rational zu handeln auch wenn die Emotionen hochkochen.

00:05:33: In einem Bullenmarkt, wenn alle euphorisch sind verkaufst du Aktien.

00:05:38: In einem Beerenmarkt – Wenn alle panisch sind kaufst Du Aktien.

00:05:43: Das ist das Gegenteil von dem was die meisten Menschen tun und genau deshalb ist es so wertvoll.

00:05:49: Risikokontrolle Renditeoptimierung und Disziplin Das sind drei sehr überzeugende Argumente.

00:05:58: Aber wie oft sollte ich denn rebalancen?

00:06:01: Einmal pro Jahr Einmal pro Monat?

00:06:04: Oder nur wenn die Abweichung besonders groß ist.

00:06:07: Auch das ist eine sehr gute Frage, Lia!

00:06:10: Es gibt verschiedene Ansätze und welcher für dich am besten ist hängt von deiner Situation ab.

00:06:16: Die drei Hauptmethoden sind Zeitbasiertes Rebalancing Schwellenwert basiertes rebalancing Und eine Kombination aus Beidem.

00:06:26: Beim zeitbasierten Rebalancing setzt du dir einen festen Rhythmus, zum Beispiel einmal pro Jahr immer am ersten Januar oder einmal pro Halbjahr immer am ersten Januar und am ersten Juli.

00:06:41: Du schaust dann wie dein Portfolio aussieht und setzt es wieder auf deine Zielallokation zurück egal wie groß die Abweichung ist.

00:06:50: der Vorteil ist dass es sehr einfach und planbar ist.

00:06:54: Du musst nicht ständig dein Portfolio überwachen.

00:06:58: Der Nachteil ist, dass du möglicherweise zu oft oder zu selten rebalanced.

00:07:04: Wenn die Märkte sehr ruhig sind, rebalance du vielleicht – obwohl es nicht nötig wäre!

00:07:12: Wenn die Merkte sehr volatil sind, wartest du vielleicht zu lange.

00:07:17: Beim Schwellenwertbasierten Rebalancing setzt du dir eine Toleranzgrenze Zum Beispiel fünf Prozent.

00:07:26: Wenn deine Aktienquote um mehr als fünf Prozentpunkte von deiner Zielallokation abweicht, reballonst du!

00:07:35: Wenn deine Zielallocation sechszig Prozent Aktien ist, rebalonst du, sobald eine Aktienquote unter fünfundfünfzig oder über fünfundsechzig Prozent steigt.

00:07:47: Der Vorteil ist, dass du nur dann rebalance, wenn es wirklich nötig ist.

00:07:52: Der Nachteil ist das du dein Portfolio regelmäßig überwachen musst was Zeit und Aufmerksamkeit kostet.

00:08:00: die Kombination aus beidem isst mein Favorit.

00:08:04: Du schaust einmal pro Jahr nach deinem Portfoli Und du riebalanzt nur wenn die Abweichung mehr als fünf Prozentpunkte beträgt.

00:08:13: Das ist einfach, effizient und kostet nicht zu viel Zeit.

00:08:18: Für die meisten Privatanleger ist das die beste Methode.

00:08:21: Einmal pro Jahr schauen!

00:08:23: Und nur rebalancen wenn die Abweichung mehr als fünf Prozentpunkte beträgt.

00:08:29: Das klingt nach einem sehr praktischen Ansatz aber wie genau mache ich das?

00:08:35: Welche Schritte muss sich durchgehen?

00:08:37: Lass uns das Schritt für Schritt durchgehen.

00:08:40: Schritt eins – Bestandsaufnahme.

00:08:43: Du lockst dich in dein Depot ein und schaust, wie viel Geld du in welchen Positionen hast.

00:08:49: Notiere dir den aktuellen Wert jeder Position und berechne den Gesamtwert deines Portfolios.

00:08:57: Schritt zwei ist Allokation berechnen.

00:09:02: Du berechnest, wieviel Prozent jede Position aktuell ausmacht.

00:09:07: Wenn du Zehntausend Euro Gesamtvermögen hast, davon siebentausend in Aktien und dreitausend Euro in Anleihen ist deine Istallokation Siebzig Prozent Aktien- und Dreißig Prozent Anlein.

00:09:22: Schritt drei Abweichung prüfen.

00:09:26: Du vergleichst deine Istallokation mit deiner Sol-Allokation.

00:09:30: Deine Sol- Allokation ist sechzig Prozent Aktien, vierzig Prozent Anleihen.

00:09:36: Die Abweichung ist also plus zehn Prozentpunkte bei Aktien minus zehn Prozent Punkte anleihen.

00:09:43: Das ist mehr als deine Toleranzgrenze von fünf Prozentpunkten.

00:09:47: Also musst du rebalancen.

00:09:51: Schritt Vier Rebalancing Bedarf berechnen.

00:09:56: Du berechnest, wie viel du verkaufen und kaufen musst um wieder auf sechzig-vierzig zu kommen.

00:10:02: Bei zehntausend Euro Gesamtvermögen solltest du sechstausend Euro in Aktien und viertausende Euro in Anleihen haben.

00:10:10: Du hast aber siebentausenden Euro in Aktien und dreitausend euro in Anleihen.

00:10:16: Du musst also tausend Eurakzien verkaufen oder für tausende euro Anleihen kaufen.

00:10:21: Schritt Fünf Rebalancing durchführen.

00:10:25: Du verkaufst tausend Euro deines Aktien ETFs und kaufst für tausende Euro deinen Anleihen-ETF.

00:10:32: Fertig!

00:10:33: Dein Portfolio ist wieder im Gleichgewicht.

00:10:35: Das klingt eigentlich ziemlich einfach.

00:10:38: Fünf Schritte, und ich bin fertig.

00:10:42: Aber was ist mit den Kosten?

00:10:44: Jedes Mal wenn ich kaufe oder verkaufe, fallen doch Gebühren an, oder...?

00:10:48: Absolut richtig, Lia!

00:10:50: Rebalancing kostet Geld und das ist ein wichtiger Punkt den du beachten musst.

00:10:56: Es gibt zwei Arten von Kosten – Transaktionskosten und Steuern.

00:11:02: Transaktionskosten sind die Gebühren, die deine Bank oder dein Broker für jeden Kauf-und Verkauf verlangt.

00:11:10: Bei vielen modernen Onlinebrokers sind ETF Käufe und Verkäufe relativ günstig oft zwischen null und zehn Euro pro Transaktion.

00:11:21: Aber wenn du ein kleines Portfolio hast, können diese Kosten ins Gewicht fallen.

00:11:27: Wenn du zum Beispiel nur zweitausend Euro hast oder zehn Euro Gebühren zahlst sind das Null, fünf Prozent deines Portfollios.

00:11:36: Das ist viel!

00:11:38: Deshalb ist es bei kleinen Portfolios oft besser, seltener zu rebalancen oder die Toleranzgrenze höher zu setzen – zum Beispiel auf zehn Prozentpunkte.

00:11:49: Steuern sind noch wichtiger!

00:11:51: In Deutschland zahlst du Abgeltungssteuer auf Gewinne wenn du verkaufst.

00:11:56: Wenn du Aktien verkauft, die im Wert gestiegen sind, musst du twenty-fünf Prozent Steueren auf den Gewinn zahlen.

00:12:03: Das reduziert deine Rendite, deshalb solltest du versuchen Rebalancing so steuerschonend wie möglich zu gestalten.

00:12:11: Wie?

00:12:11: Indem Du nicht verkaufst sondern nur neue Einzahlungen nutzt!

00:12:16: Wenn Du einen monatlichen Sparplan hast kannst Du einfach Deine neuen Einzahlung in die untergewichtete Anlageklasse stecken bis das Gleichgewicht wiederhergestellt ist – das kostet keine Steuern.

00:12:30: oder du nutzt Verluste aus anderen Positionen, um Gewinne auszugleichen.

00:12:36: Das nennt man Tax-Loss-Harvesting – aber das ist ein fortgeschrittenes Thema.

00:12:42: Rebalancing durch neue Einzahlungen statt Durchverkäufe.

00:12:46: Das ist ein Supertipp!

00:12:48: Das spart Steuern und Gebühren.

00:12:51: Aber was isst wenn ich keine neuen Einzahlung habe?

00:12:55: Wenn ich zum Beispiel schon in Rente bin und von meinem Portfolio lebe

00:12:58: Dann musst du tatsächlich verkaufen und kaufen.

00:13:01: Leer, aber auch hier gibt es einen Trick!

00:13:04: Du kannst deine regelmäßigen Entnahmen nutzen um zu re-balancen.

00:13:08: Angenommen, du entnimmst jeden Monat fünfhundert Euro aus deinem Portfolio, um deinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

00:13:17: Wenn deine Aktien übergewichtet sind, entnippst du die fünfhundert Euro nur aus deinen Aktien.

00:13:24: Wenn deine Anleihen übergewichtet sind, entnimmst du nur aus den Anlein.

00:13:29: So reberlangst Du automatisch ohne extra zu kaufen – das ist sehr elegant!

00:13:35: Aber wenn Du weder Einzahlungen noch Entnahmen hast, musst Du tatsächlich verkaufen und kaufen.

00:13:43: Dann solltest Du darauf achten, dass die Abweichung groß genug ist, Eine Faustregel.

00:13:51: Rebalancing lohnt sich, wenn die Abweichung mindestens fünf Prozentpunkte beträgt und dein Portfolio mindestens zehn tausend Euro groß ist.

00:14:01: Das macht Sinn!

00:14:03: Rebalancing durch Einzahlungen oder Entnahmen isst am effizientesten.

00:14:08: Aber was ist mit meinem Sparplan?

00:14:11: Muss ich den auch rebalanzen?

00:14:12: Ja, Lia Auch bei Sparplänen solltest du regelmäßig schauen ob die Aufteilung noch stimmt.

00:14:20: Wenn du zum Beispiel zwei Sparpläne hast, einen für Aktien mit einhundertachzig Euro pro Monat und einen für Anleihen mit ein hundertzwanzig Euro pro monat ist das eine Sechzig-Vierzig Aufteilung.

00:14:35: Wenn sich deine Zielallokation ändert oder wenn einer Anlageklasse stark gestiegen ist kannst Du die Sparplanraten anpassen.

00:14:49: Und übergewichtet sind, reduzierst du den Aktien-Sparplan auf €一hundertfünfzig und erhöht den Anleinsparplan einhundert fünfzig Euro.

00:15:00: So rebalance du automatisch mit deinen neuen Einzahlungen!

00:15:05: Das ist sehr effizient!

00:15:09: Lia, es gibt

00:15:20: ein paar klassische Fehler.

00:15:22: Fehler Nummer eins zu häufig rebalancen.

00:15:25: Manche Menschen schauen jeden Monat ins Depot und rebalanzen bei jeder kleinen Abweichung.

00:15:32: Das kostet so viel Gebühren und Steuern und bringt kaum mehr Wert.

00:15:36: Einmal pro Jahr reicht völlig aus.

00:15:39: Fehler Nummer zwei gar nicht rebalancing.

00:15:43: das ist das andere extrem.

00:15:45: manche Menschen setzen ihr Portfolio einmal auf und schauen dann zehn Jahre nicht mehr hin.

00:15:51: Das ist gefährlich, weil das Risiko unkontrolliert steigen kann!

00:15:56: Fehler Nummer drei Emotionales Rebalancing.

00:16:00: Manche Menschen ribalonzen nicht nach Plan sondern nach Gefühl.

00:16:04: Wenn die Aktienmärkte crashen verkaufen sie in Panik ihre Aktien und kaufen Anleihen.

00:16:10: Wenn die Aktion Märkte boomen kaufen sie euphorisch mehr Aktien – das ist das Gegenteil von dem was du tun solltest.

00:16:19: Rebalancing muss nach einem festen Plan erfolgen, nicht nach Emotionen.

00:16:25: Fehler Nummer vier Die Toleranzgrenze zu eng setzen.

00:16:29: Wenn du sagst Du rebalance schon bei ein Prozent Abweichung wirst du ständig rebalancen und zu viele Kosten haben.

00:16:37: Fünf bis zehn Prozent sind eine gute Toleransgrenze.

00:16:41: Und Fehler Nummer fünf die Steuern ignorieren.

00:16:46: Rebalancing kann teuer werden, wenn du nicht auf die Steuern achtest.

00:16:50: Nutze Freibeträge, nutze neue Einzahlungen und verkaufe nur, wenn es wirklich nötig ist!

00:16:57: Fünf klassische Fehler.

00:16:59: Ich werde versuchen sie alle zu vermeiden.

00:17:02: Vor allem der Punkt mit den Emotionen ist wichtig.

00:17:05: ich muss nach Plan handeln – nicht nach Gefühl Mike.

00:17:10: eine letzte Frage Was ist, wenn sich meine Lebenssituation ändert?

00:17:15: und ich meine Zielallokation anpassen will.

00:17:18: Ist das auch rebalancing?

00:17:20: Nein, das ist kein rebalansing im eigentlichen Sinne sondern eine Anpassung deiner Strategie!

00:17:27: Rebalancing bedeutet dass du zu deiner ursprünglichen Zielallokations zurückkehrst.

00:17:33: Wenn Du aber deine Zielallocation änderst weil Du älter geworden bist Weil sich Dein Risikoprofil geändert hat oder weil sich deine Ziele geändert haben, dann ist das eine strategische Neuausrichtung.

00:17:48: Zum Beispiel du bist jetzt dreißig und hast eine Sechzig-Vierzig-Strategie.

00:17:54: In zwanzig Jahren bist du fünfzig und möchtest vielleicht auf eine Fünfzig-Fünfzigstrategie wechseln – weil du näher an der Rente bist!

00:18:03: Das ist keine Rückkehr zur alten Allokation sondern eine neue Allokktion.

00:18:09: Aber der Prozess ist ähnlich Du verkaufst zehn Prozent deiner Aktien und kaufst dafür Anleihen.

00:18:16: Der Unterschied ist die Absicht.

00:18:18: Rebalancing erhält deine Strategie, strategische Neuausrichtung ändert deine Strategies.

00:18:25: Beides ist wichtig und richtig aber du solltest den Unterschied kennen.

00:18:37: Ich fühle mich jetzt wirklich bereit, mein Portfolio langfristig im Gleichgewicht zu halten.

00:18:46: Das freut mich sehr Lea und ich bin mir sicher dass du das großartig machen wirst!

00:18:52: Und auch euch liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer wünsche ich viel Erfolg beim Rebalancing.

00:18:57: Denk daran!

00:18:59: Rebalansing ist keine Raketenwissenschaft.

00:19:02: Einmal pro Jahr schauen Abweichungen prüfen gegebenenfalls anpassen – das ist alles Aber es ist eine der wichtigsten Disziplinen für langfristigen Anlageerfolg.

00:19:13: Absolut!

00:19:15: In unserer nächsten Folge, Folge achtundzwanzig sprechen wir über Sektorenwetten versus breite Streuung.

00:19:24: Sollte man gezielt in bestimmte Branchen investieren oder isst ein breit gestreuter Welt-ETF besser?

00:19:31: Das wird spannend.

00:19:33: Bis nächste Woche – bleib diszipliniert und rebalance it klug.

00:19:38: Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar.

00:19:47: Finanzpost.de und die Sprecher übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte.

00:19:56: Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko.

00:20:01: Für verbindliche Finanzberatung empfehlen wir, einen zertifizierten Finanzberater zu konsultieren.

00:20:30: Erstens.

00:20:31: Dein Broker oder deine Bank.

00:20:33: Die meisten modernen Online-Broker zeigen dir in der Depotübersicht automatisch an, wie dein Portfolio aufgeteilt ist.

00:20:42: Du siehst auf einen Blick.

00:20:44: Siebzig Prozent Aktien, dreißig Prozent Anleihen.

00:20:48: Manche Broker bieten sogar eine Rebalancing Funktion an die dir genau sagt, wie viel du verkaufen und kaufen musst.

00:20:57: Zweitens.

00:20:58: Portfoliotracker Apps.

00:21:00: Es gibt kostenlose Apps wie Portfolio Performance, Paket oder Get-Quinn die dein Portfolios analysieren und dir Rebalancing Vorschläge machen.

00:21:11: Du gibst deine Zielallokation ein Die App zeigt dir die Abweichung und sagt dir genau was du tun musst.

00:21:19: Drittens Excel oder Google Sheets.

00:21:23: Wenn du es gerne selbst machst kannst du dir eine einfache Tabelle bauen Spalte eins Position.

00:21:31: Spalte zwei, aktueller Wert.

00:21:33: Spalta drei, Prozent.

00:21:35: Spalta vier, Zielprozent.

00:21:37: spalta fünf Abweichung.

00:21:40: spalte sechs Rebalancing Bedarf.

00:21:43: Das dauert zehn Minuten einmalig und dann kannst du es jedes Jahr wieder verwenden.

00:21:49: Mein Tipp Nutze die Tools deines Brokers.

00:21:52: das ist am einfachsten.

00:21:54: Wenn Du mehr Kontrolle willst nutze Portfolio Performance.

00:21:58: Das ist ein kostenloses, sehr mächtiges Tool für Privatanleger.

00:22:03: Portfolio Performance – das klingt interessant!

00:22:06: Ich werde mir das mal anschauen.

00:22:09: und noch eine Frage….

00:22:10: Was ist mit automatischem Rebalancing?

00:22:14: Ich habe gehört dass manche Robo-Advisor das automatisch machen ….

00:22:18: Ist das eine gute

00:22:19: Option?!

00:22:20: Ja, Lia!

00:22:22: Robo Advisor wie Scalable Capital, Queryon oder OSCAR bieten automatisches Rebalancing an.

00:22:31: Du gibst dein Risikoprofil an, der RoboAdvisor erstellt ein Portfolio für dich und er Riebelanzett automatisch wenn die Abweichung zu groß wird.

00:22:42: Du musst dich um nichts kümmern!

00:22:44: Das ist sehr bequem aber es hat auch Nachteile.

00:22:48: Erstens kosten.

00:22:50: Roboadvisor verlangen eine Gebühr oft Null, Fünf bis Eins Prozent pro Jahr zusätzlich zu den ETF-Kosten.

00:22:59: Das klingt wenig aber über dreißig Jahre macht das einen riesigen Unterschied.

00:23:04: Bei hunderttausend Euro sind das fünfhundert bis tausend euro pro Jahr.

00:23:10: Zweitens weniger Kontrolle.

00:23:12: Du kannst nicht selbst entscheiden wann und wie Rebalance wird.

00:23:17: Der Robo-Advisor macht das nach seinen Regeln.

00:23:20: Drittens weniger lernen Wenn du alles automatisierst, lernst du nichts über deine Finanzen.

00:23:27: Du bleibst abhängig vom Robo-Advisor!

00:23:30: Meine Meinung?

00:23:31: Für absolute Anfänger die sich gar nicht mit Financen beschäftigen wollen können Robo Advisor eine gute Lösung sein.

00:23:39: Aber für jemanden wie dich Lia der lernen will und sich weiterentwickeln will ist es besser selbst zu rebalancen.

00:23:47: Es ist wirklich nicht schwer Und du sparst viel Geld.

00:23:51: Selbst rebalance statt Robo-Advisor.

00:23:55: Das macht Sinn!

00:23:57: Ich will ja lernen und verstehen, was ich tue.

00:24:00: Mike – eine allerletzte Frage.

00:24:03: Gibt es Situationen in denen ich nicht rebalancen sollte?

00:24:08: Ja,

00:24:09: Lia….

00:24:10: Es gibt tatsächlich Situationen, in denen Rebalancing nicht sinnvoll ist oder sogar schädlich sein kann.

00:24:19: Erstens Wenn dein Portfolio sehr klein ist, wenn du nur zweitausend Euro hast und die Transaktionskosten zehn Euro betragen kostet dich das Rebalancing null.

00:24:31: Komma fünf Prozent deines Portfolios.

00:24:34: Das is zu viel!

00:24:36: Warte bis dein Portfoglio größer ist mindestens Zehntausend Euro.

00:24:41: Zweitens, wenn die Abweichung sehr klein Wenn deine Aktienquote statt sechzig Prozent bei einundsechzig prozent liegt, lohnt sich Rebalancing nicht.

00:24:52: Die Kosten sind höher als der Nutzen!

00:24:55: Halte dich an Deine Toleranzgrenze von fünf Prozentpunkten.

00:24:59: Drittens wenn du kurz vor einem großen steuerlichen Ereignis stehst.

00:25:04: Wenn Du zum Beispiel nächstes Jahr in Rente gehst und dein Steuersatz sinkt kann es sinnvoll sein mit dem Rebalancings zu warten bis dein Steußatz niedriger ist.

00:25:15: dann zahlst du weniger Steuern auf die Gewinne.

00:25:18: Und viertens, wenn Du in einer extremen Marktsituation bist Wenn die Märkte gerade um fünfzig Prozent gecrashed sind und Du emotional am Ende bist ist es vielleicht besser ein paar Wochen zu warten bis Du Dich beruhigt hast bevor Du rebalancest.

00:25:36: Rebalancing sollte eine rationale geplante Entscheidung sein keine emotionale Panikreaktion

00:25:42: Sehr kleine Abweichung, steuerliche Überlegungen, extreme Marktsituation.

00:25:50: Das sind vier gute Ausnahmen!

00:25:52: Vielen Dank Mike!

00:25:54: Jetzt habe ich wirklich alle meine Fragen beantwortet.

00:25:57: Ich werde mir einen festen Termin im Kalender setzen – zum Beispiel immer am ersten Januar und dann schaue ich mein Portfolio an und prüfe ob ich rebalance muss.

00:26:07: Das ist eine ausgezeichnete Idee, Lia.

00:26:10: Ein fester Termin im Kalender ist perfekt!

00:26:13: Mach es zu einem Ritual wie den Frühjahrsputz oder die Steuererklärung – einmal pro Jahr, eine Stunde Zeit und du hast dein Portfolio im Griff.

00:26:23: Das ist alles was du brauchst.

00:26:25: Perfekt!

00:26:27: Vielen Dank Mike für diese super hilfreiche Folge.

00:26:31: Ich fühle mich jetzt wirklich bereit mein Portfoliolangfristig erfolgreich zu managen.

00:26:36: Sehr gerne, Lia Und auch euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer wünsche ich viel Erfolg.

00:26:44: Rebalancing ist eine der einfachsten und gleichzeitig wirkungsvollsten Strategien für langfristigen Anlage-Erfolg.

00:26:52: Nutzt sie!

00:26:53: Absolut!

00:26:55: In unserer nächsten Folge, Folge achtundzwanzig sprechen wir über Sektorenwetten versus breite Streuung.

00:27:04: Sollte man gezielt in Technologie Gesundheit oder erneuerbare Energien investieren.

00:27:11: Oder ist ein breitgestreuter Welt-ETF die bessere Wahl?

00:27:15: Das wird super spannend!

00:27:18: Bis nächste Woche, bleibt investiert und rebalance it klug.

00:27:23: Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar.

00:27:30: finanzpost.de Und die Sprecher übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte.

00:27:38: Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko.

00:27:42: Für verbindliche Finanzberatungen empfehlen wir, einen zertifizierten Finanzberater zu konsultieren.

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