26 Das Weltportfolio - Geografische Streuung richtig gemacht

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Das Weltportfolio - Geografische Streuung richtig gemacht

Nur in Deutschland investieren? Das wäre wie ein Fußballteam mit elf Torhütern. Maik Marx zeigt dir, wie du mit geografischer Diversifikation dein Portfolio krisenfest machst und die weltweiten Chancen nutzt. Lia hat ihren ersten ETF-Sparplan gestartet – jetzt wird's konkret.

📌 IN DIESER FOLGE LERNST DU:

  • Warum Home Bias deine größte Gefahr ist und Deutschland nur 3% der Weltwirtschaft ausmacht
  • Wie die globale Börsenkapitalisierung aufgeteilt ist: 88% Industrieländer, 12% Schwellenländer
  • Ob du der Marktkapitalisierungsgewichtung folgen solltest oder bewusst die USA-Dominanz (60%) reduzierst
  • Welche Rolle Schwellenländer spielen und ob China, Indien & Co. ins Portfolio gehören
  • Ein-ETF-Lösung (FTSE All-World) vs. Zwei-ETF-Lösung (MSCI World + Emerging Markets) – was passt zu dir
  • Konkrete ETF-Empfehlungen für dein Weltportfolio
  • Warum Small Caps für die meisten Anleger unnötig kompliziert sind
  • Ob thesaurierende oder ausschüttende ETFs besser sind und wie Sektorengewichtung automatisch funktioniert

🎙️ KAPITELMARKEN:

  • 00:00:06 Einführung und Motivation
  • 00:10:51 Schwellenländer im Portfolio
  • 00:12:56 Ein-ETF- oder Zwei-ETF-Lösung?
  • 00:14:30 Empfehlungen für ETFs
  • 00:16:43 Small Caps: Sinnvoll oder nicht?
  • 00:17:03 Wichtige Punkte zur Geldanlage
  • 00:20:06 Sektorengewichtung im Weltportfolio
  • 00:25:12 Thesaurierend oder ausschüttend?
  • 00:26:25 Abschluss und Ausblick

🔗 LINKS & RESSOURCEN:

💡 ÜBER FINANZPOST.DE:

Finanzpost.de ist dein Finanz- und Vorsorge-Podcast mit Lia und Finanzexperte Maik Marx – pragmatisch, verständlich, ohne Fachchinesisch.

⚠️ HINWEIS:

Dieser Inhalt dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle Beratung. Alle Angaben ohne Gewähr.


#Weltportfolio #GeografischeDiversifikation #ETFStrategie #MaikmMarx #Finanzpost #MSCIWORLD #SchwellenländerETF #GlobalesPortfolio

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo zusammen!

00:00:01: Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt.

00:00:04: Hier ist Lia von finanzpost.de.

00:00:07: Ich muss euch sagen ich bin gerade total motiviert.

00:00:11: Letzte Woche haben wir über Asset Allocation gesprochen und ich habe direkt angefangen mein Portfolio aufzubauen.

00:00:18: Ich habe meinen ersten ETF-Schwaplan eingerichtet.

00:00:21: Sechzig Prozent Aktien, vierzig Prozent Anleihen.

00:00:26: Das fühlt sich so gut an endlich aktiv zu werden.

00:00:30: Aber beim Einrichten ist mir eine Frage gekommen.

00:00:34: Mike hat gesagt, ich brauche einen globalen Aktien-ETF.

00:00:39: Aber was bedeutet global genau?

00:00:42: Wie viel USA, wie viel Europa, wie viele Asien sollte da drin sein und brauche ich wirklich Schwellenländer?

00:00:51: Heute sprechen wir über das Weltportfolio – wie du geografisch richtig streust!

00:01:00: Hallo, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.

00:01:03: Ich freue mich sehr, dass du den ersten Schritt gemacht hast, Lia!

00:01:07: Das ist großartig – und deine Frage ist absolut berechtigt.

00:01:12: Geografische Diversifikation ist ein extrem wichtiger Teil deiner Anlagestrategie.

00:01:19: Heute werden wir klären, warum geografische Streuung so wichtig ist wie die Weltwirtschaft aufgeteilt ist welche Regionen es gibt und wie du sie gewichtest, was Schwellenländer sind.

00:01:33: Und ob du sie brauchst und welche konkreten ETFs für ein Weltportfolio geeignet sind?

00:01:40: Am Ende wirst Du genau wissen, wie Dein globales Aktien-Portfolio aussehen sollte!

00:01:46: Perfekt!

00:01:47: Lass uns mit der Grundfrage starten!

00:01:50: Warum ist geografische Streuung überhaupt

00:01:53: wichtig?!

00:01:54: Reicht es nicht einfach in deutsche oder europäische Aktien zu investieren?

00:01:59: Ich kenne mich hier ja aus.

00:02:01: Ich lebe hier, ich verstehe die

00:02:03: Wirtschaft.".

00:02:04: Das ist ein sehr häufiger Gedanke-Lia und er heißt in der Fachsprache Homebuys – also Heimatmarktverzerrung.

00:02:13: Viele Menschen investieren überproportional in ihrem Heimatland weil sie sich dort sicherer fühlen aber das ist ein großer Fehler!

00:02:22: Warum?

00:02:23: Erstens, Deutschland macht nur etwa drei Prozent der globalen Wirtschaftsleistung aus.

00:02:29: Wenn du nur in Deutschland investierst verpasst du siebenundneunzig Prozent der weltweiten Chancen.

00:02:36: Die größten und erfolgreichsten Unternehmen der Welt sitzen nicht in Deutschland sondern in den USA Apple Microsoft Amazon Google Tesla.

00:02:47: Zweitens Du konzentrierst dein Risiko.

00:02:51: wenn die deutsche Wirtschaft in eine Krise gerät Leidet dein gesamtes Portfolio.

00:02:56: Wenn du aber weltweit investiert bist, gleichen sich regionale Schwächen aus.

00:03:02: Wenn Europa schwächelt läuft vielleicht Asien gut.

00:03:05: Wenn die USA eine Rezession haben wachsen vielleicht die Schwellenländer.

00:03:10: Drittens Du bist bereits stark von Deutschland abhängig.

00:03:15: Dein Job, deine Rente, deine Immobilie, dein soziales Umfeld Alles ist in Deutschland.

00:03:22: Wenn du auch noch dein gesamtes Vermögen in Deutschland investierst, setzt du alles auf eine Karte.

00:03:28: Das ist das Gegenteil von Diversifikation.

00:03:31: Deshalb ist geografische Streuung so wichtig!

00:03:34: Du brauchst ein Weltportfolio, dass die ganze Welt abbildet.

00:03:38: Homebuyers – das ist ein gutes Wort.

00:03:42: Ich gebe zu ich hatte auch diesen Gedanken Aber du hast recht, das macht keinen Sinn.

00:03:48: Also wie ist die Weltwirtschaft denn aufgeteilt?

00:03:51: Welche Regionen gibt es?

00:03:53: Sehr gute Frage.

00:03:54: Die Weltwirtschaft wird üblicherweise in zwei große Kategorien eingeteilt, Industrieländer und Schwellenländer.

00:04:02: Die Industriländer auf Englisch developed markets sind die wirtschaftlich entwickelten stabilen Länder mit hohem Lebensstandard, starken Institutionen, funktionierenden Rechtssysteme.

00:04:18: Dazu gehören Nordamerika, also USA und Kanada, Westeuropa – also Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweiz und so weiter.

00:04:28: Und entwickelte Länder in Asien-Pazifik, also Japan, Australien, Neuseeland, Singapur, Hongkong.

00:04:37: Die Industrieländer machen etwa achtundachtzig Prozent der globalen Börsenkapitalisierung aus.

00:04:44: Innerhalb der Industrieländer dominieren die USA mit etwa siebzig Prozent der Industrieländer Kapitalisierung, also etwa sechzig Prozent dieser gesamten Weltkapitalisierung.

00:04:56: Europa macht etwa fünfzehn Prozent aus Japan etwa sechs Prozent Der Rest etwa neun Prozent.

00:05:03: Die Schwellenländer auf Englisch emerging markets sind Länder, die sich noch in der wirtschaftlichen Entwicklung befinden.

00:05:12: Sie haben oft höheres Wachstum aber auch höhere Risiken, weniger stabile politische Systeme, schwächere Institutionen.

00:05:21: Dazu gehören China, Indien, Brasilien, Russland, Südafrika, Mexiko, Taiwan, Südkorea und viele andere.

00:05:31: Die Schwellenländer machen etwa zwölf Prozent der globalen Börsenkapitalisierung aus.

00:05:37: Innerhalb der Schwelleländer dominiert China mit etwa dreißig bis vierzig Prozent!

00:05:56: Das

00:06:01: ist eine sehr gute Frage, Lia.

00:06:03: Und genau hier gibt es unterschiedliche Ansätze!

00:06:06: Es gibt zwei Hauptstrategien – Marktkapitalisierungsgewichtung und gleichgewichtete oder angepasste Gewichtung.

00:06:14: Bei der Marktkapitalisierungsgewichtung gewichtest du jedes Land genau nach seiner Größe am Weltmarkt.

00:06:21: Das bedeutet, sechzig Prozent USA, fünfzehn Prozent Europa, sechs Prozent Japan, sieben Prozent restliche Industrieländer, zwölf Prozent Schwellenländer!

00:06:34: Das ist die Strategie, die die meisten globalen ETFs wie der MSCI World oder der FTSE All-World verfolgen.

00:06:44: Der Vorteil ist, dass du automatisch die erfolgreichsten Unternehmen und Regionen höher gewichtest.

00:06:51: Wenn die USA gut laufen profitierst Du überproportional.

00:06:56: der Nachteil ist das du sehr stark von einer Region abhängig bist.

00:07:01: wenn die USA eine Krise haben leidet dein Portfolio stark.

00:07:06: Bei der gleichgewichteten oder angepassten Gewichtung reduzierst du bewusst die Dominanz der USA und erhöht andere Regionen.

00:07:15: Zum Beispiel, vierzig Prozent USA, dreißig Prozent Europa, zehn Prozent Japanen, zehn prozent restliche Industrieländer, zehn Prozent Schwellenländer.

00:07:28: Der Vorteil ist dass Du breiter gestreut bist und weniger abhängig von einer Region.

00:07:35: Der Nachteil ist, dass du möglicherweise Rendite liegen lässt wenn die USA weiterhin der Motor der Weltwirtschaft bleiben.

00:07:44: Welche Strategie ist besser?

00:07:46: Es gibt keine eindeutige Antwort!

00:07:49: Historisch hat die Marktkapitalisierungsgewichtung gut funktioniert weil die USA über Jahrzehnte sehr erfolgreich waren aber niemand weiß ob das in Zukunft so bleibt.

00:08:02: Meine Empfehlung für die meisten Anleger Folge der Marktkapitalisierungsgewichtung mit einem globalen ETF.

00:08:10: Das ist einfach, kostengünstig und du musst dich nicht um Anpassungen kümmern!

00:08:16: Wenn Du aber bewusst weniger USA-Abhängigkeit willst, kannst Du einen MSCI World mit einem Schwellenländer ETF kombinieren und die Gewichtung selbst steuern.

00:08:36: Ich glaube, ich würde erst mal der Marktkapitalisierung folgen.

00:08:39: Also einfach einen globalen ETF nehmen.

00:08:42: Aber lass uns noch über Schwellenländer sprechen!

00:08:45: Brauche ich die wirklich?

00:08:47: Sind die nicht viel

00:08:48: riskanter?!

00:08:49: Ja!

00:08:49: Liya-Schwellen Länder sind definitiv riskanter als Industrieländer.

00:08:54: Sie haben höhere politische Risiken, schwächere Rechtssysteme, weniger transparente Unternehmen, höhere Währungsrisiken... Die Schwankungen sind deutlich größer, aber sie haben auch höheres Wachstumspotenzial.

00:09:10: China, Indien und Brasilien – das sind die Wachsumsmotoren der Zukunft!

00:09:16: Die Bevölkerung wächst, die Mittelschicht wächst... ...die Wirtschaft wächst schneller als in den Industrieländern.

00:09:23: Historisch haben Schwellenländer-Aktien langfristig ähnliche oder sogar leicht höhere Renditen erzielt als Industrieländer Allerdings mit deutlich höheren Schwankungen.

00:09:36: Die Frage ist, brauchst du Schwellenländer in deinem Portfolio?

00:10:01: Wenn du aber einen MSCI World ETF kaufst, sind Schwellenländer nicht enthalten.

00:10:08: Der MSCI world enthält nur Industrieländer!

00:10:13: Dann hast Du zwei Möglichkeiten Entweder Du lässt es dabei und verzicht es bewusst auf Schwelleländer.

00:10:22: Das ist völlig legitim.

00:10:24: Dein Portfolio ist dann etwas stabiler, aber du verpasst das Wachstumspotenzial.

00:10:30: Oder du ergänzt deinen MSCI World mit einem Schwellenländer ETF zum Beispiel einem MSCI Emerging Markets ETF – mit einer Gewichtung von zehn bis zwanzig Prozent!

00:10:44: Meine Empfehlung?

00:10:46: Wenn Du jung bist und einen langen Anlagehorizont hast, nimm Schwelleländer mit rein….

00:10:52: Zehn bis fünfzehn Prozent sind eine gute Beimischung.

00:10:56: Wenn du älter bist und Stabilität bevorzugst, kannst Du auf Schwellenländer verzichten.

00:11:02: Okay das macht Sinn!

00:11:04: Ich bin jung also würde ich Schwelleländer mitnehmen.

00:11:09: aber dann ist die Frage nehme ich einen All-World ETF der schon alles enthält oder ein MSCI World plus einen Emerging Markets ETF?

00:11:20: was ist besser?

00:11:21: Beides funktioniert hervorragend, Lia.

00:11:24: Es ist eher eine Frage der Präferenz.

00:11:27: Die ein ETF-Lösung.

00:11:29: Du kaufst einen FETC All World oder einen MSCI Azwi.

00:11:34: Diese eine ETF enthält Industrieländer und Schwellenländer in der richtigen Gewichtung.

00:11:40: Fertig!

00:11:41: Das ist die einfachste Lösung.

00:11:43: Du hast nur einen ETF, nur eine Position, nur einer Abrechnung.

00:11:48: Der Nachteil ist dass du die Gewichtung nicht selbst steuern kannst.

00:11:53: Wenn der ETF sagt, zwölf Prozent Schwellenländer dann sind es zwölff Prozent – die zwei ETF-Lösungen!

00:12:02: Du kaufst einen MSCI World mit achtzig bis neunzig Prozent und einen MSCi Emerging Markets mit zehn bis zwanzig Prozent.

00:12:12: Der Vorteil ist das du die gewichtung selbst bestimmen kannst.

00:12:16: Wenn du mehr Schwellenländer willst, nimmst du zwanzig Prozent.

00:12:20: Wenn du weniger willst, nimmst du zehn Prozent.

00:12:23: Der Nachteil ist dass du zwei Positionen hast und beim Rebalancing beide anpassen musst.

00:12:31: Welche Lösung ist besser?

00:12:33: Für Anfänger empfehle ich die ein ETF-Lösung.

00:12:37: Sie ist einfacher Du kannst nichts falsch machen.

00:12:40: Für fortgeschrittene Anleger, die mehr Kontrolle wollen ist die Zwei ETF-Lösung besser.

00:12:47: Ich persönlich nutze die zwei ETF-lösungen weil ich gerne die Kontrolle habe aber für dich Lia würde ich die ein ETF- Lösung empfehlen.

00:12:57: Ein ETF- lösung für Anfänger.

00:12:59: Zwei ETF- Lösungen für Fortgeschrittende.

00:13:03: Das ist eine klare Empfehlung!

00:13:10: Welchen ETF würdest du mir konkret empfehlen?

00:13:13: Sehr gerne, Lia!

00:13:15: Für die eine ETF-Lösung gibt es zwei hervorragende Optionen.

00:13:19: Option eins – der Vanguard FTSE All World ETF.

00:13:25: ISEAN EE-NURB BKMF BQT-Achtzig.

00:13:30: dieser ETF enthält über drei tausend siebenhundert Aktien aus Industrieländern und Schwellenländern deckt etwa neunzig Prozent der globalen Marktkapitalisierung ab.

00:13:43: Die laufenden Kosten liegen bei null, zweiundzwanzig Prozent pro Jahr.

00:13:48: Er ist tesaurierend – das heißt Dividenden werden automatisch reinvestiert!

00:13:55: Das ist perfekt für den langfristigen Vermögensaufbau.

00:13:59: Option Zwei Der iShares MSCI-Azwi ETF Isin, IE nulür B-SIXXVZ.

00:14:08: Dieser ETF enthält über zwei Tausend Vierhundert Aktien aus Industrieländern und Schwellenländern – deckt etwa fünfundachtzig Prozent der globalen Marktkapitalisierung ab!

00:14:20: Die laufenden Kosten liegen bei Null Komma Zwanzig Prozent pro Jahr.

00:14:26: Er ist ebenfalls täsorierend.

00:14:28: Beide ETFs sind hervorragend.

00:14:31: Der Vanguard ist etwas breiter gestreut, der iShares ist minimal günstiger.

00:14:37: Du kannst nichts falsch machen!

00:14:39: Ich persönlich würde den Vanguard FTC All World nehmen weil er etwas mehr Unternehmen enthält und Vanguard als Anbieter sehr anlegerfreundlich ist.

00:14:50: Vanguard fits all world.

00:14:52: Das ist mein ETF.

00:14:55: ich werde ihn mir gleich nach der Aufnahme anschauen und meinen Sparplan anpassen.

00:15:00: Aber eine Frage habe ich noch.

00:15:02: Was ist mit Small Caps?

00:15:04: Ich habe gelesen, dass kleine Unternehmen langfristig höhere Renditen erzielen.

00:15:09: Sollte ich die auch ins Portfolio nehmen?

00:15:11: Das ist eine sehr gute Frage, Lia!

00:15:13: Small Cabs – also kleine Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung haben historisch tatsächlich leicht höhere Renditen erzielt als Large Caps, also große Unternehmen.

00:15:25: Das nennt man den Small Cap Premium oder Size-Effekt.

00:15:30: Der Grund ist, dass kleine Unternehmen oft schneller wachsen können aber auch riskanter sind.

00:15:37: Die Frage ist, brauchst du Small Caps in deinem Portfolio?

00:15:42: Die Antwort ist es ist optional – aber nicht notwendig!

00:15:46: Die meisten globalen ETFs wie der FTSE All World und der MSCI Aqua enthalten bereits Large Caps also große und mittelgroße Unternehmen.

00:15:59: Das deckt etwa neunzig Prozent der Marktkapitalisierung ab, Smallcaps machen nur etwa zehn Prozent aus!

00:16:07: Wenn du Smallcapes hinzufügen willst, kannst Du das mit einem Smallcap ETF tun – zum Beispiel einem MSCI World Small Cap ETF?

00:16:17: Mit einer Gewichtung von fünf bis zehn Prozent.

00:16:20: Das erhöht deine Diversifikation und möglicherweise deine Rendite, aber auch deine Schwankungen.

00:16:28: Meine Empfehlung für den Anfang brauchst du keine Small Caps.

00:16:32: Konzentriere dich auf einen guten globalen ETF!

00:16:36: Wenn Du in ein paar Jahren mehr Erfahrung hast und Dein Portfolio optimieren willst kannst Du Small Cabs als Beimischung hinzufügen – Aber es ist kein Muss!

00:16:49: Ich lasse sie erst mal weg und konzentriere mich auf meinen Vanguard FTSE All World.

00:16:55: Mike, ich glaube, ich habe jetzt ein sehr klares Bild von meinem Weltportfolio.

00:17:01: Gibt es noch etwas das sich beachten sollte?

00:17:04: Ja, Lia!

00:17:05: Ein paar wichtige Punkte gibt es noch.

00:17:07: Erstens – Währungsrisiko.

00:17:10: Wenn du in einen globalen ETF investierst, investierste automatisch in viele verschiedene Währungen US-Dollar, Euro, yen Pfund und so weiter.

00:17:20: Wenn der Euro gegenüber dem Dollar schwächer wird, profitierst du weil deine US-Aktien in Euro mehr wert sind – wenn der Euro stärker wird verlierst Du!

00:17:31: Das ist das Währungsrisiko aber langfristig gleicht sich das aus und Du solltest es nicht überbewerten.

00:17:40: Zweitens Steuern.

00:17:42: In Deutschland sind Kapitalerträge steuerpflichtig.

00:17:45: Du zahlst twenty-fünf Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer auf Gewinne und Dividenden, aber du hast einen Freibetrag von eintausend Euro pro Jahr bei verheirateten zweitausend Euro.

00:18:02: Bis dahin zahltest du keine Steuern.

00:18:06: Stelle sicher dass du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank eingerichtet hast!

00:18:12: Drittens Geduld.

00:18:14: Ein Weltportfolio ist eine langfristige Strategie.

00:18:18: Du wirst Schwankungen erleben, du wirst Jahre mit Verlusten erleben Aber langfristig über fünfzehn, zwanzig, dreißig Jahre wirst du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine gute Rendite erzielen.

00:18:33: Bleib dabei!

00:18:34: Verkaufe nicht in Panik und vertraue auf die Weltwirtschaft.

00:18:39: Und viertens Regelmäßiges investieren.

00:18:43: Ob Sparplan oder Einmalanlage, das Wichtigste ist dass du regelmäßig investierst.

00:18:50: Jeden Monat jedes Quartal jedes Jahr.

00:18:54: Der Zinses-Zinseffekt ist dein bester Freund aber er braucht Zeit und Kontinuität.

00:19:00: Währungsrisiko Steuern Geduld Regelmäßige investieren Das sind vier sehr wichtige Punkte.

00:19:10: Ich werde mir einen Freistellungsauftrag einrichten und meinen Sparplan auf den Vanguard FTSE All World umstellen.

00:19:19: Mike, vielen Dank für diese unglaublich wertvolle Folge!

00:19:40: Denkt daran, ein einziger globaler ETF reicht aus um an der Entwicklung der gesamten Weltwirtschaft teilzuhaben.

00:19:49: Es muss nicht kompliziert sein!

00:19:51: Absolut!

00:19:53: In unserer nächsten Folge, Folge siebenundzwanzig sprechen wir über Rebalancing wie du dein Portfolio im Gleichgewicht hältst und warum das so wichtig ist.

00:20:04: Das wird super spannend.

00:20:07: Bis nächste Woche bleibt investiert.

00:20:12: Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar.

00:20:21: Finanzpost.de und die Sprecher übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte!

00:20:31: Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko.

00:20:36: Für verbindliche Finanzberatung empfehlen wir, einen zertifizierten Finanzberater zu konsultieren.

00:20:43: Moment Mike!

00:20:44: Bevor wir zum Ende kommen habe ich noch eine Frage die mir gerade durch den Kopf geht Was ist eigentlich mit Sektorengewichtungen?

00:20:52: Ich meine die USA sind ja so dominant weil dort die großen Tech-Unternehmen sitzen.

00:20:58: Ist mein Weltportfolio dann nicht automatisch sehr techlastig?

00:21:02: Ist das ein Problem?

00:21:03: Eine ausgezeichnete Frage Lia.

00:21:06: Du hast absolut recht.

00:21:07: Die USA dominieren nicht nur geografisch, sondern auch sektoral!

00:21:12: Die größten Unternehmen im MSCI World oder FTSE All-World sind Tech-Giganten Apple Microsoft Amazon Alphabet Meta Tesla Nvidia.

00:21:26: Zusammen machen diese sieben Unternehmen etwa fünfzehn bis zwanzig Prozent des gesamten Index aus.

00:21:34: Der Technologiesektor.

00:21:35: insgesamt macht etwa twenty-fünf bis dreißig Prozent aus.

00:21:40: Ist das ein Problem?

00:21:42: Es kommt darauf an, wie du es siehst.

00:21:44: Einerseits ist es ein Konzentrationsrisiko.

00:21:48: Wenn der Textsektor einbricht, wie es zum Beispiel im Jahr zweitausend während der Dotcom Blase passiert ist leidet dein gesamtes Portfolio überproportional.

00:22:00: Andererseits sind diese Unternehmen so dominant weil sie erfolgreich sind, weil sie die Zukunft gestalten und hohe Gewinne erzielen.

00:22:10: Wenn du sie ausschließt oder untergewichtest verpasst du möglicherweise Rendite.

00:22:16: Meine Meinung ist für die meisten Anleger ist die Sektorengewichtung im Weltportfolio völlig in Ordnung!

00:22:22: Sie spiegelt die Realität der Weltwirtschaft wieder.

00:22:26: Wenn Du aber bewusst weniger Tech-Konzentration willst hast Du zwei Möglichkeiten Erstens.

00:22:34: Du kaufst einen gleichgewichteten ETF, einen sogenannten Equal Weight ETF der alle Unternehmen gleich gewichtet unabhängig von ihrer Größe oder zweitens du ergänzt dein Portfolio mit Sektor ETFs aus defensiven Bereichen wie Gesundheit, Konsum und Versorger aber das macht ein Portfoli komplexer.

00:22:58: Für den Anfang würde ich sagen, akzeptiere die Sektorengewichtung des Weltportfolios.

00:23:04: Sie ist das Ergebnis von Marktmechanismen und hat sich historisch bewährt.

00:23:08: Okay!

00:23:09: Das beruhigt mich – Ich akzeptier' die Tech-Dominanz.

00:23:14: Eine letzte Frage noch Was is mit Dividendenstrategien?

00:23:18: Ich habe gehört dass manche Leute gezielt in dividendenstarke Aktien investieren um passives Einkommen zu generieren.

00:23:27: Sollte ich das auch tun?

00:23:28: Auch das ist eine sehr gute Frage, Lia.

00:23:31: Dividendenstrategien sind ein eigenes Thema, dass wir in einer früheren Folge schon besprochen haben.

00:23:37: Kurz gesagt, Dividende sind Gewinnausschüttungen von Unternehmen an ihre Aktionäre.

00:23:43: Manche Unternehmen schütten hohe Dividendenaus und andere reinvestieren ihre Gewinne lieber ins Wachstum.

00:23:51: Divedendenstarke Aktien findet man oft in defensiven Sektoren wie Versorger, Telekommunikation Konsumgüter.

00:24:00: Die Frage ist, brauchst du eine Dividendenstrategie?

00:24:04: Das hängt von deinem Ziel ab!

00:24:06: Wenn Du bereits in Rente bist oder kurz davor stehst und regelmäßiges passives Einkommen aus Deinem Portfolio brauchst, dann können Dividendeaktien- oder Dividendenten ETFs sinnvoll sein.

00:24:20: Wenn Du aber noch im Vermögensaufbau bist wie Du-, Lia-, Dann sind tesaurierende ETFs besser.

00:24:28: Warum?

00:24:29: Weil Dividenden in Deutschland steuerpflichtig sind.

00:24:32: Wenn du Dividenten ausgezahlt bekommst, zahlst Du sofort Steuern darauf!

00:24:38: Wenn die Dividende aber automatisch reinvestiert werden, zahlst Du erst Steueren wenn Du irgendwann verkaufst.

00:24:46: Das ist der Steuer-Stundungseffekt und er ist sehr wertvoll.

00:24:50: Deshalb empfehle ich für den Vermögensaufbau tesaurierende ETFs ohne spezielle Dividendenfokussierung.

00:24:59: Wenn du später in der Entnahmephase passives Einkommen brauchst, kannst Du immer noch auf ausschüttende ETFs oder Dividendenaktien umschichten.

00:25:10: Aber das ist Zukunftsmusik!

00:25:12: Tessoriierend für den Vermögensaufbau – Ausschütten für die Entnahmephase Das macht total Sinn Mike ich glaube jetzt habe ich wirklich alle meine Fragen beantwortet.

00:25:24: Ich bin bereit mein Weltportfolio zu starten.

00:25:27: Das freut mich sehr Lia.

00:25:29: Du hast in den letzten Wochen unglaublich viel gelernt und ich bin sehr stolz auf dich.

00:25:35: Du hast jetzt da alle Werkzeuge, die du brauchst!

00:25:38: Du kennst deine Ziele, du kennst dein Risikoprofil, du kennst deine Asset Allocation und du kennest jetzt auch dein Weltportfolio.

00:25:46: Der nächste Schritt ist einfach anzufangen.

00:25:50: Richte deinen Sparplan ein investiere regelmäßig und dann heißt es Geduld haben und langfristig denken.

00:25:58: Genau das werde ich tun.

00:26:00: Und Ich bin mir sicher, dass auch viele unserer Unzuhörerinnen und Zuhörern jetzt motiviert sind ihr eigenes Weltportfolio aufzubauen.

00:26:09: Vielen Dank Mike für diese fantastische Folge.

00:26:11: Sehr gerne Lia!

00:26:13: Und euch allen da draußen wünsche ich viel Erfolg auf eurer Reise zur finanziellen Freiheit.

00:26:18: Denkt daran Die Welt ist groß die Chancen sind vielfältig und mit einem Weltportfogel seid ihr an allem beteiligt bleibt investiert Bleibt geduldig und bleibt global.

00:26:29: Perfekt gesagt!

00:26:32: In unserer nächsten Folge, Folge siebenundzwanzig sprechen wir über Rebalancing – wie du dein Portfolio im Gleichgewicht hältst, wann du es machen solltest und wie du es praktisch umsetzt.

00:26:45: Das wird ein sehr wichtiges Thema.

00:26:47: Bis nächste Woche.

00:26:48: macht's gut und investiert klug.

00:26:52: Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar.

00:26:59: Finanzpost.de und die Sprecher übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte.

00:27:08: Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko!

00:27:11: Für verbindliche Finanzberater empfehlen wir einen zertifizierten Finanzberator zu konsultieren.

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