25 Asset Allocation - Die richtige Vermögensaufteilung finden

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Asset Allocation – Die richtige Vermögensaufteilung finden

Ein ETF allein reicht nicht. Die Frage ist: Wie verteilst du dein Vermögen auf Aktien, Anleihen, Immobilien und mehr? In dieser Folge erklärt Finanzexperte Maik Marx, warum über 90% deiner langfristigen Rendite von der Asset Allocation abhängen – und wie du sie für deine Lebenssituation optimierst.

📌 IN DIESER FOLGE LERNST DU:

  • Was Asset Allocation ist und warum sie wichtiger ist als Einzelaktien-Picks oder Market-Timing
  • Die 5 Hauptanlageklassen im Detail: Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe, Bargeld – mit konkreten Renditeerwartungen
  • Bewährte Faustregeln: Die Hundert-minus-Lebensalter-Regel und das klassische 60-40-Portfolio
  • Diversifikation richtig nutzen: Warum verschiedene Anlageklassen dein Portfolio stabilisieren
  • Konkrete Umsetzung mit ETFs: Welche ETFs für welchen Teil deines Portfolios
  • Rebalancing-Strategien: Wann und wie du dein Portfolio wieder ins Gleichgewicht bringst
  • Anpassung an Lebensveränderungen: Portfolio-Beispiele für Berufseinsteiger, Familien und Rentner
  • Die häufigsten Anlegerfehler in der Vermögensaufteilung – und wie du sie vermeidest

🎙️ KAPITELMARKEN:

  • 00:00:07 Willkommen zur Asset Allocation
  • 00:01:47 Die Bedeutung der Diversifikation
  • 00:05:30 Anlageklassen im Detail
  • 00:08:29 Faustregeln für die Portfolioaufteilung
  • 00:12:10 Umsetzung mit ETFs
  • 00:13:42 Portfolioanpassungen und Rebalancing
  • 00:15:22 Beispiele für unterschiedliche Lebenssituationen
  • 00:17:33 Umgang mit Lebensveränderungen
  • 00:21:19 Häufige Fehler in der Asset Allocation

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💡 ÜBER FINANZPOST.DE:

Der Finanz- und Vorsorge-Podcast mit Lia und Finanzexperte Maik Marx – für alle, die ihre Finanzen selbstbewusst in die Hand nehmen wollen.

⚠️ HINWEIS:

Dieser Inhalt dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle Beratung. Alle Angaben ohne Gewähr.


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Transkript anzeigen

00:00:00: Guten Morgen und willkommen zurück.

00:00:04: Hier ist wieder Lia von finanzpost.de.

00:00:08: Ich hoffe, ihr hattet eine gute Woche – und habt die letzte Folge schon verdaut!

00:00:21: Das fühlt sich richtig an.

00:00:38: Aber jetzt kommt die nächste Frage, die mich die ganze Woche beschäftigt hat.

00:01:04: Dein Vermögen richtig aufzuteilen.

00:01:07: Und Mike, ich bin schon sehr gespannt!

00:01:11: Denn das klingt nach der Königsdisziplin.

00:01:13: Hallo Lia, hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.

00:01:18: Du hast absolut recht Lia.

00:01:20: Asset Allocation ist tatsächlich die Königstisziplin.

00:01:24: Es ist die wichtigste Entscheidung, die du als Anlegerin treffen wirst Wichtiger als die Auswahl einzelner Aktien wichtiger als das perfekte Timing.

00:01:34: Studien zeigen, dass über neunzig Prozent der langfristigen Rendite eines Portfolios durch die Asset Allocation bestimmt werden – nicht durch die Auswahl einzelner Wertpapiere.

00:01:45: Heute werden wir dieses Thema Schritt für Schritt durchgehen!

00:01:48: Wir klären was AssetAllocation genau ist, warum sie so wichtig ist, welche Anlageklassen es gibt wie du sie sinnvoll kombinierst und am Ende erstellen wir gemeinsam ein konkretes Musterportfolio für dich.

00:02:02: Das klingt nach einem vollgepackten Programm.

00:02:05: Lass uns mit den Basics starten!

00:02:08: Was genau ist Asset Allocation?

00:02:12: Ich habe den Begriff schon oft gehört, aber eine klare Definition fehlt mir noch.

00:02:17: Sehr gerne Lia!

00:02:19: Asset allocation bedeutet auf Deutsch Vermögensaufteilung oder Vermögenstrukturierung.

00:02:25: Es ist die strategische Entscheidung wie du dein Gesamtvermögen auf verschiedene Anlageklassen verteilst.

00:02:33: Die wichtigsten Anlageklassen sind Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und Bargeld.

00:02:40: Jede dieser Anlageklassen hat unterschiedliche Eigenschaften – unterschiedlich Rendite-Chancen, unterschiedliche Risiken, unterschiedlichen Schwankungen und sie reagieren unterschiedlich auf wirtschaftliche Ereignisse.

00:02:55: Das Ziel der Asset Allocation ist es diese Anlage Klassen so zu kombinieren dass du bei einem für dich akzeptablen Risiko die bestmögliche Rendite erzielst.

00:03:05: Es geht darum, das optimale Verhältnis zu finden!

00:03:09: Ein Beispiel Ein junger Mensch mit dreißig Jahren und einem langen Anlagehorizont könnte ein Portfolio mit siebzig Prozent Aktien, zwanzig Prozent Anleihen- und zehn Prozent Rohstoffe haben.

00:03:23: Ein Rentner mit fünfundsechzig Jahren könnte ein Portfolio mit dreißig Prozent Aktien, sechzig Prozent Anleihen und zehn Prozent Bargeld haben.

00:03:35: Beide Portfolios sind richtig aber für völlig unterschiedliche Lebenssituationen.

00:03:41: Okay das leuchtet ein!

00:03:44: Asset Allocation ist also die Aufteilung meines Vermögens auf verschiedene Anlageklassen.

00:03:50: Aber warum ist es so wichtig?

00:03:53: Warum kann ich nicht einfach alles in einen guten Welt-ETF stecken und fertig?

00:03:58: Das ist eine sehr gute Frage, dir.

00:04:00: Und eine die viele Menschen stellen.

00:04:03: Die Antwort hat mit einem der wichtigsten Prinzipien der Geldanlage zu tun Diversifikation.

00:04:10: Du kennst sicher den Spruch Legen nicht alle Eier in einen Korb.

00:04:15: Genau darum geht es.

00:04:17: Wenn du dein gesamtes Vermögen in Aktien investierst Auch in einen breitgestreuten Welt ETF bist du zu hundert Prozent von der Entwicklung der Aktienmärkte abhängig.

00:04:28: Wenn die Aktienmerkte crashen, crash dein gesamtes Vermögen!

00:04:33: Wenn Du aber auch Anleihen im Portfolio hast, die sich oft gegenläufig zur Aktien entwickeln, federt das die Verluste ab.

00:04:41: Dein Portfolios wird stabiler – die Schwankungen werden geringer.

00:04:45: Das ist besonders wichtig wenn Du dein Geld in den nächsten fünf bis zehn Jahren brauchst.

00:04:51: Ein weiterer Grund ist die Optimierung der Rendite.

00:04:54: Es gibt eine Theorie, die moderne Portfoliotheorie von Harry Markowitz, die besagt dass es für jedes Risikoniveau ein optimales Portfolio gibt das die höchste Rendite bei diesem Risiko erzielt.

00:05:09: Dieses Portfolium besteht nicht aus einer sondern aus mehreren Anlageklassen.

00:05:14: Durch die richtige Kombination kannst du also mehr Rendite bei gleichem Risiko erzielen oder das gleiche Renditeziel bei geringerem Risiko erreichen.

00:05:26: Das ist der Grund, warum Asset Allocation so wichtig ist.

00:05:30: Diversifikation und Optimierung – das macht Sinn!

00:05:35: Aber welche Anlageklassen gibt es denn genau?

00:05:38: Und wie unterscheiden Sie sich?

00:05:40: Sehr gute Frage!

00:05:42: Lass uns die wichtigsten Anlageklassen durchgehen.

00:05:45: Die erste und wichtigste Anlageklasse sind Aktien.

00:05:49: Aktien sind Anteile an Unternehmen, wenn du eine Aktie kaufst wirst Du Mit-Eigentümer dieses Unternehmens.

00:05:57: Aktient bieten langfristig die höchsten rendite Chancen historisch etwa sieben bis acht Prozent pro Jahr nach Inflation aber Sie sind auch sehr volatil also schwankungsanfällig.

00:06:10: In schlechten Jahren können Aktien um dreißig, vierzig oder sogar fünfzig Prozent fallen.

00:06:16: Aktien eignen sich für den langfristigen Vermögensaufbau wenn du einen Anlagehorizont von mindestens zehn Jahre hast.

00:06:25: Die zweite Anlageklasse sind Anleihen.

00:06:28: Anleihen sind Kredite die du starten oder unternehmen gibst.

00:06:33: Du bekommst dafür einen festen Zinssatz und am Ende der Laufzeit dein Geld zurück.

00:06:39: Anleihen sind deutlich sicherer als Aktien, vor allem Staatsanleihen von Ländern mit sehr guter Bonität wie Deutschland oder die USA.

00:06:49: Die Rendite ist aber auch deutlich niedriger – oft nur zwei bis drei Prozent pro Jahr.

00:06:54: anleihen eignen sich zur Stabilisierung des Portfolios und für den Kapital erhalt'.

00:07:01: Die dritte Anlageklasse sind Immobilien.

00:07:04: Immobilien sind Sachwerte, die langfristig im Wert steigen und Mieteinnahmen generieren.

00:07:10: Du kannst direkt in Immobilion investieren – also eine Wohnung oder ein Haus kaufen?

00:07:16: Oder indirekt über Rates- oder Immobiliendtfs?

00:07:20: Die Rendite liegt historisch bei etwa vier bis sechs Prozent pro Jahr.

00:07:25: Immobilian bieten Inflationsschutz und Diversifikation.

00:07:30: Die vierte Anlageklasse sind Rohstoffe.

00:07:33: Dazu gehören Gold, Silber, Öl, Industriemetalle, Agrarohstoffe.

00:07:39: Rohstoffe werfen keine laufenden Erträge ab – aber sie können als Inflationsschutz und Krisenabsicherung dienen.

00:07:48: Gold zum Beispiel steigt oft wenn Aktienmärkte fallen.

00:07:53: Die Rendite ist langfristig aber eher gering.

00:07:56: Und die fünfte Anlageklasse ist Bargeld oder Tagesgeld.

00:08:00: Das ist die sicherste, aber auch die rendite schwächste Anlageklasse.

00:08:05: Die Rendite liegt oft unter der Inflationsrate – du verlierst also real Geld!

00:08:32: Ja,

00:08:33: LIA!

00:08:34: Es gibt mehrere Faustregeln und klassische Portfolio-Modelle die dir als Orientierung dienen können.

00:08:41: Die einfachste Faust regel ist die hundertminus lebensalter Regel, die wir letzte Woche schon besprochen haben Dein Aktienanteil sollte maximal hundert minus dein Lebensalter betragen.

00:08:54: Mit dreißig Jahren wären das siebzig Prozent Aktien mit sechzig Jahren nur noch vierzig Prozent.

00:09:02: Rest geht in Anleihen.

00:09:04: Das ist eine sehr einfache, aber erstaunlich gute Regel für den Anfang.

00:09:09: Ein weiteres klassisches Modell ist das Sechzig-Vierzig-Portfolio.

00:09:13: Sechszig Prozent Aktien, vierzig Prozent Anleihen!

00:09:17: Das ist das Portfolio für den ausgewogenen Anlegatyp – also genau das was für dich passt, Lia.

00:09:24: Historisch hat dieses Portfolios einer Rendite von etwa sechs Prozent pro Jahr bei moderaten Schwankungen erzielt.

00:09:32: Es ist ein sehr guter Kompromiss zwischen Rendite und Sicherheit.

00:09:36: Dann gibt es das Siebzig-Dreißig-Portfolio für wachstumsorientierte Anleger, siebzig Prozent Aktien, dreißig Prozent Anleihen – höhere Rendite aber auch höhere Schwankungen!

00:09:50: Und für sehr konservative Anlegers gibt es dass vierzigsechzig Portfolio, vierzig Prozent Akzien, sechszig Prozent Anleihen.

00:09:59: Sehr stabil, aber auch geringere Rendite.

00:10:02: Neben Aktien und Anleihen kannst du noch Beimischungen machen.

00:10:06: Fünf bis zehn Prozent Immobilien über Raids, fünf bis zehn prozent Rohstoffe über einen Rohstoff ETF vor allem Gold – das erhöht die Diversifikation weiter!

00:10:19: Okay ich verstehe das Prinzip….

00:10:22: Aber wie setze ich das konkret um?

00:10:25: Welche ETFs kaufe ich?

00:10:27: Wie

00:10:27: viele?!

00:10:29: Wird das nicht total kompliziert?

00:10:31: Nein, Lia!

00:10:32: Das ist viel einfacher als du denkst.

00:10:35: Du brauchst für ein perfekt diversifiziertes Portfolio nur zwei bis vier ETFs – Nicht zwanzig, nicht dreißig sondern wirklich nur zwei-bisvier.

00:10:47: Lass uns das an deinem Beispiel durchgehen.

00:10:49: Du bist dreißzig Jahre alt.

00:10:52: Ausgewogener Anlegertyp, Sechzig Prozent Aktien, Vierzig Prozent Anleihen.

00:10:58: Für die Sechzig Prozent Aktien kaufst du einen einzigen globalen Aktien ETF, zum Beispiel den iShares Core MSCI World oder den Vanguard FTSE All-World.

00:11:12: Dieser eine ETF investiert in über ein Tausend Fünfhundert Unternehmen aus über fünfzig Ländern weltweit.

00:11:20: Du bist damit bereits perfekt diversifiziert über alle Branchen, alle Länder – alle Unternehmensgrößen!

00:11:28: Für die vierzig Prozent Anleihen kaufst du einen Anlein ETF, zum Beispiel den iShares Core Euro Government Bond oder den X-Trackers Eurozone Government Bond.

00:11:41: Dieser ETF investiert in sichere Staatsanleihen von Ländern der Eurozone – fertig!

00:11:48: Mit zwei ETFs hast Du ein perfektes sechzigvierzig Portfolio.

00:11:54: Wenn du noch etwas mehr Diversifikation willst, kannst du noch einen dritten ETF hinzufügen.

00:12:00: Einen Schwellenländer-Aktienetf mit zehn Prozent Gewichtung oder einem Goldetf Mit fünf Prozent.

00:12:09: Aber das ist optional.

00:12:10: Die Basis sind zwei ETFs.

00:12:13: Zwei ETFs Das ist ja wirklich einfach.

00:12:17: Ich dachte dass wäre viel komplizierter.

00:12:20: Und wie kaufe ich die?

00:12:22: Einmalig oder als Sparplan?

00:12:25: Beides ist möglich, Lia.

00:12:26: Wenn du bereits eine größere Summe angespart hast – zum Beispiel zwanzigtausend Euro – kannst du diese einmalig investieren.

00:12:34: Du kaufst dann für zwölftausende Euro den Aktienetf und für achttausenden Euro den Anleihenetf.

00:12:42: Fertig!

00:12:44: Wenn du noch kein großes Vermögen hast aber monatlich Geld sparen kannst, richtest du einen Spar plan ein.

00:12:52: Sagen wir, du spaßt dreihundert Euro pro Monat?

00:12:56: Dann richtest Du einen Sparplan ein der automatisch jeden Monat einhundertundachtzig Euro in den Aktien ETF und einhundertzwanzig Euro in Den Anleihen ETF investiert.

00:13:09: Das ist die Sechzig-Vierzig Aufteilung!

00:13:12: Der Vorteil des Sparplans ist dass Du den Cost Average Effekt nutzt.

00:13:17: Du kaufst automatisch mehr Anteile, wenn die Kurse niedrig sind und weniger Anteilen, wenn diese Kurse hoch sind.

00:13:26: Das glättet deine Einstiegskosten über die Zeit – und du musst dich nicht um das Timing kümmern!

00:13:32: Du investierst einfach jeden Monat, egal was an den Märkten passiert.

00:13:46: Aber eine Frage habe ich noch.

00:13:49: Muss ich mein Portfolio regelmäßig anpassen oder kann ich es einfach laufen lassen?

00:13:55: Sehr gute Frage, Lia!

00:13:57: Das Stichwort hier ist rebalancing und das werden wir in einer der nächsten Folgen noch ausführlich besprechen.

00:14:04: aber kurz gesagt ja du solltest dein Portfolios etwa einmal pro Jahr überprüfen und gegebenenfalls wieder auf deine Zielallokation zurücksetzen.

00:14:15: Was passiert nämlich?

00:14:17: Angenommen, du startest mit sechzig Prozent Aktien und vierzig Prozent Anleihen.

00:14:23: Nach einem Jahr sind die Aktienmärkte starke Stiegen, die anleihen, stabil geblieben.

00:14:29: Jetzt hast Du plötzlich siebzig Prozent Akzien und nur noch dreißig Prozent Anleihen.

00:14:35: Dein Portfolio ist risikoreicher geworden als Du es eigentlich wolltest.

00:14:40: Beim Rebalancing verkaufst du einen Teil der Aktien und kaufst dafür Anleihen, um wieder auf Sächsigvierzig zu kommen.

00:14:48: Das klingt kontraintuitiv weil Du ja die Gewinner verkaufest aber es ist sehr wichtig!

00:14:54: Es zwingt Dich teuer zu verkaufen und günstig zu kaufen Und es hält Dein Risikoprofil konstant.

00:15:02: Aber wie gesagt das ist ein eigenes Thema für eine spätere Folge.

00:15:09: Das schauen wir uns dann genauer an.

00:15:12: Mike, ich glaube, ich habe jetzt ein ziemlich gutes Verständnis von Asset Allocation.

00:15:18: Können wir zum Abschluss nochmal ein konkretes Beispiel durchgehen?

00:15:22: Vielleicht für verschiedene Lebenssituationen

00:15:25: Aber sehr gerne Lia!

00:15:27: Lasst uns drei typische Beispiele durchgehen.

00:15:29: Beispiel eins Die junge Berufseinsteigerin, twenty-fünf Jahre alt.

00:15:34: Sie hat einen langen Anlagehorizont von vierzig Jahren bis zur Rente Ein stabiles Einkommen, keine Schulden, einen Notkroschen.

00:15:43: Sie ist wachstumsorientiert.

00:15:46: Ihre Asset Allocation – Achtzig Prozent globaler Aktien ETF, zwanzig Prozent Anleihen ETF.

00:15:54: Sie spart dreihundert Euro pro Monat per Sparplan.

00:15:58: Nach vierzig Jahren bei einer durchschnittlichen Rendite von sieben Prozent hat sie etwa achthunderttausend Euro angespart.

00:16:08: Beispiel zwei Der Familienvater, forty-fünf Jahre alt.

00:16:13: Er hat noch zwanzig Jahre bis zur Rente ein gutes Einkommen zwei Kinder – ein abbezahltes Haus.

00:16:20: Er ist ausgewogen.

00:16:22: Seine Asset Allocation, sechzig Prozent globaler Aktien ETF, dreißig Prozent Anleihen ETF, zehn Prozent Immobilien Rate.

00:16:32: Er investiert eine Einmalanlage von fünfzigtausend Euro und spart zusätzlich fünfhundert Euro pro Monat.

00:16:41: Nach zwanzig Jahren, bei einer durchschnittlichen Rendite von sechs Prozent hat er etwa dreihunderttausende Euro.

00:16:49: Beispiel drei – die Rentnerin, siebzig Jahre alt.

00:16:53: Sie ist bereits in Rente lebt von ihrer gesetzlichen Rente und möchte ihr erspartes von zweihunderttausend Euro sicher anlegen, um gelegentlich darauf zugreifen zu können.

00:17:05: Sie ist konservativ – ihre Asset Allocation, dreißig Prozent globaler Aktien ETF, sechzig Prozent Anleihen ETF, zehn Prozent Tagesgeld.

00:17:16: Sie entnimmt jährlich etwa achttausende Euro für besondere Ausgaben.

00:17:22: Das Portfolio bleibt über die Jahre stabil.

00:17:25: Drei perfekte Beispiele für drei völlig unterschiedliche Lebenssituationen.

00:17:30: Das zeigt wirklich, wie individuell Asset Allocation ist.

00:17:34: Vielen Dank Mike!

00:17:37: Ich fühle mich jetzt wirklich bereit mein eigenes Portfolio aufzubauen.

00:17:55: Asset Allocation ist die wichtigste Entscheidung.

00:17:58: Nehmt euch Zeit, euer Risikoprofil zu bestimmen, wählt eine passende Aufteilung, setzt sie mit wenigen guten ETFs um und bleibt langfristig dabei – das ist der Schlüssel zum Erfolg!

00:18:11: Absolut In unserer nächsten Folge sprechen wir über das Weltportfolio wie du geografisch richtig streust und ob du Schwellenländer brauchst oder nicht.

00:18:23: Das wird spannend Bis nächste Woche.

00:18:27: Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar.

00:18:50: Für verbindliche Finanzberatung empfehlen wir, einen zertifizierten Finanzberater zu konsultieren.

00:19:20: Eine sehr wichtige Frage, Lia.

00:19:22: Die Antwort ist Es kommt darauf an.

00:19:24: Deine Asset Allocation sollte grundsätzlich langfristig stabil bleiben.

00:19:29: Du solltest sie nicht jedes Jahr ändern?

00:19:31: Nur weil die Märkte sich bewegen oder weil du eine neue Strategie gelesen hast.

00:19:36: Das wäre kontraproduktiv.

00:19:39: Aber es gibt bestimmte Lebensereignisse bei denen du deine asset allocation überprüfen und gegebenenfalls anpassen solltest.

00:19:47: Erstens wenn sich dein Anlagehorizont verkürzt.

00:19:51: Zum Beispiel, wenn du in fünf Jahren ein Haus kaufen willst.

00:19:55: Dann solltest du das Geld für die Anzahlung aus Aktien insichere anleihen oder Tagesgeld umschichten.

00:20:03: Zweitens – Wenn sich deine Einkommenssituation dramatisch verschlechtert!

00:20:08: Wenn du deinen Job verlierst und unsicher bist wie es weitergeht, solltest Du vielleicht vorübergehend etwas defensiver werden.

00:20:18: Drittens, wenn sich dein Vermögen stark verändert.

00:20:22: Wenn du zum Beispiel zweihunderttausend Euro erbst solltest du überlegen wie du dieses Geld sinnvoll in deine bestehende Strategie integrierst.

00:20:31: und viertens, wenn dich deine Risikobereitschaft ändert.

00:20:36: Vielleicht merkst Du nach ein paar Jahren dass Du die Schwankungen besser verkraftest als gedacht und möchtest den Aktienanteil erhöhen oder umgekehrt.

00:20:46: Du merkst, dass du nachts nicht mehr schlafen kannst und möchtest defensiver werden.

00:20:51: All das sind legitime Gründe deine Asset-Allocation anzupassen.

00:20:56: Aber es sollten immer bewusste durchdachte Entscheidungen sein.

00:21:00: keine Panikreaktion auf kurzfristige Marktschwankungen.

00:21:04: Das ist ein sehr wichtiger Punkt!

00:21:07: Asset Allocation ist also nichts

00:21:09: Starr

00:21:10: sondern passt sich an mein Leben an aber nicht an die Märkte Verstanden.

00:21:17: Und noch eine letzte Frage Was sind die häufigsten Fehler, die Menschen bei der Asset Allocation machen?

00:21:24: Oder gibt es einige klassische Fehler, Lia?

00:21:27: Fehler Nummer eins Zu kompliziert denken.

00:21:31: Viele Menschen glauben sie brauchen zwanzig verschiedene ETFs um gut diversifiziert zu sein.

00:21:37: Das stimmt nicht.

00:21:39: Zwei bis vier ETFs reichen völlig aus, mehr ist nicht besser.

00:21:44: es macht ein Portfolio nur unübersichtlich und teurer.

00:21:48: Fehler Nummer zwei die asset allocation nicht zum Risikoprofil passt.

00:21:53: jemand ist eigentlich konservativ liest aber überall dass man mindestens achtzig Prozent Aktien haben sollte und zwingt sich dazu.

00:22:03: bei der nächsten Krise verkauft er in Panik und macht Verluste.

00:22:07: Die Asset Allocation muss zu dir passen, nicht zu irgendwelchen Ratgebern.

00:22:12: Fehler Nummer drei – Kein Rebalancing.

00:22:15: Das Portfolio wird einmal aufgesetzt und dann nie wieder angefasst.

00:22:19: Nach zehn Jahren ist die ursprüngliche Aufteilung völlig aus dem Gleichgewicht geraten.

00:22:25: Einmal pro Jahr solltest du dein Portfoliö überprüfen und gegebenenfalls anpassen!

00:22:30: Fehler Nummer vier – Emotionale Entscheidungen.

00:22:35: Und aus Angst wird die gesamte Aktienquote auf Null reduziert.

00:22:40: Oder die Märkte boomen und aus Gier wird die Aktienquote auf hundert Prozent erhöht, beides ist falsch!

00:22:47: Halte dich an deine Strategie egal was passiert.

00:22:51: Fehler Nummer fünf zu viel Heimatliebe.

00:22:55: Viele Deutsche investieren nur in deutsche Aktien oder nur in europäische Aktien.

00:23:02: Das ist viel zu wenig diversifiziert.

00:23:04: Du brauchst ein globales Portfolio, das die ganze Welt abdeckt.

00:23:09: Und Fehler!

00:23:10: Nummer sechs – Die Kosten ignorieren.

00:23:13: Manche Menschen zahlen zwei Prozent Gebühren pro Jahr für aktiv gemanagte Fonds.

00:23:19: Obwohl ein ETF mit null Komma zwei Prozent gebühren die gleiche oder sogar bessere Leistung bringt.

00:23:27: Über dreißig Jahre macht es einen Unterschied von hunderttausend Euro oder mehr Achte auf niedrige Kosten.

00:23:35: Sechs klassische Fehler!

00:23:37: Ich werde versuchen, sie alle zu vermeiden.

00:23:41: Vor allem der Punkt mit den emotionalen Entscheidungen ist wichtig – ich muss lernen in Krisen cool zu bleiben.

00:23:49: Genau, Lia und das ist eine Fähigkeit die du mit der Zeit entwickeln wirst.

00:23:54: Je mehr Erfahrung du sammelst je mehr Krisen du durchlebst und siehst dass es danach immer wieder aufwärts geht desto gelassener wirst Du.

00:24:04: Deshalb ist es auch so wichtig, früh anzufangen.

00:24:07: Nicht nur wegen des Zinsessinseffekts sondern auch wegen der emotionalen Erfahrung.

00:24:13: Das ist ein wunderbarer Abschluss Mike!

00:24:16: Vielen Dank für diese unglaublich wertvolle Folge.

00:24:20: Ich fühle mich jetzt wirklich bereit mein Portfolio aufzubauen.

00:24:25: zwei ETFs, sechszigvierzig einmal pro Jahr Rebalancing langfristig dabei bleiben.

00:24:34: das ist mein Plan.

00:24:35: Perfekt, Lia!

00:24:37: Und ich bin mir sicher dass du das großartig machen wirst.

00:24:40: Und auch euch liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer wünsche Ich viel Erfolg beim Aufbau eures Portfolios.

00:24:47: Denkt daran Der wichtigste Schritt ist der erste.

00:24:52: fangt an Auch wenn es nur mit kleinen Betregen ist.

00:24:56: Die Zeit ist euer größter Verbündeter

00:24:58: Absolut.

00:25:00: In unserer nächsten Folge Folge sechsundzwanzig Sprechen wir über das Weltportfolio.

00:25:07: Wie du geografisch richtig streust, ob du Schwellenländer brauchst und wie viel Heimatmarkt sinnvoll ist – Das wird super spannend!

00:25:17: Bis nächste Woche.

00:25:18: bleibt neugierig und investiert klug.

00:25:22: Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar.

00:25:30: Finanzpost.de und die Sprecher übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte.

00:25:38: Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko.

00:25:42: Für verbindliche Finanzberatungen empfehlen wir einen zertifizierten Finanzberater zu konsultieren.

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