24 Risikoprofil bestimmen - Welcher Anlegertyp bist du
Shownotes
Auf finanzpost.de findest du zu dieser Folge einen ausführlichen Begleitartikel, alle Quellen und das komplette Transkript zum Nachlesen.
Zur Folgen-Seite →<p style="margin:0 0 18px;font-size:16px;line-height:1.55;color:#F5F1E6;">Auf finanzpost.de findest du zu dieser Folge einen ausführlichen <strong style="color:#fff;">Begleitartikel</strong>, alle <strong style="color:#fff;">Quellen</strong> und das komplette <strong style="color:#fff;">Transkript</strong> zum Nachlesen.</p><a href="https://finanzpost.de/podcast2/24-risikoprofil-bestimmen-welcher-anlegertyp-bist-du/" target="_blank" rel="noopener" style="display:inline-block;background:#F26A1E;color:#ffffff;padding:13px 26px;border-radius:9px;font-weight:700;font-size:15px;text-decoration:none;">Zur Folgen-Seite →</a></div>
Risikoprofil bestimmen – Welcher Anlegertyp bist du?
Willst du hohe Renditen, aber kriegst Schweißausbrüche bei jedem Depot-Minus? Das Problem: 80% der Anleger investieren mit der falschen Risikostrategie – weil sie den Unterschied zwischen Bauchgefühl und finanzieller Realität nicht kennen. In dieser Episode zeigt dir Finanzexperte Maik Marx, wie du dein persönliches Risikoprofil wissenschaftlich bestimmst und eine Anlagestrategie entwickelst, die wirklich zu DIR passt.
📌 IN DIESER FOLGE LERNST DU:
- ✓ Den entscheidenden Unterschied zwischen Risikobereitschaft (emotional, psychologisch) und Risikotragfähigkeit (finanzielle Fakten: Alter, Einkommen, Anlagehorizont)
- ✓ Die 5 klassischen Anlegertypen im Detail: Sicherheitsorientiert (100% sichere Anlagen), Konservativ (70-80% Anleihen), Ausgewogen (50/50), Wachstumsorientiert (70-90% Aktien), Spekulativ (Totalverlust-Risiko)
- ✓ Warum Bauch und Geldbeutel zusammenpassen müssen – sonst wackelt dein gesamtes Finanz-Fundament
- ✓ 3 bewährte Methoden zur Risikoprofilbestimmung: ehrliche Selbsteinschätzung, wissenschaftliche Fragebögen, objektiver Finanzcheck
- ✓ Konkrete Praxis-Szenarien: Was machst du, wenn dein 100.000€-Depot in 4 Wochen 20.000€ verliert?
- ✓ Portfolio-Aufteilungen für jeden Typ: von 100% Tagesgeld bis 90% Aktien mit Schwellenländer-Anteil
- ✓ Interaktiver Workshop zur Synthese deiner Ergebnisse: Risikobereitschaft + Risikotragfähigkeit = deine persönliche Anlagestrategie
- ✓ Warum ein 30-Jähriger anders investieren muss als ein 65-Jähriger – auch wenn beide gleich risikofreudig sind
🎙️ KAPITELMARKEN:
- ✓ 00:00:04 Willkommen bei Finanzpost.de
- ✓ 00:00:53 Risikoprofil und Anlagestrategien
- ✓ 00:01:56 Risikobereitschaft vs. Risikotragfähigkeit
- ✓ 00:05:05 Die fünf Anlegertypen
- ✓ 00:08:43 Methoden zur Risikoprofilbestimmung
- ✓ 00:13:52 Der interaktive Workshop beginnt
- ✓ 00:17:34 Finanzcheck für die Risikotragfähigkeit
- ✓ 00:19:19 Synthese der Ergebnisse
- ✓ 00:21:18 Abschluss und Ausblick auf die nächste Folge
🔗 LINKS & RESSOURCEN:
- ✓ Finanzpost.de: https://finanzpost.de
- ✓ Maik Marx Coach: https://maikmarx.de
- ✓ AVGS-Coaching: https://plangenial.click/termin-buchen
- ✓ Bewertung: https://trust-plan-genial.de
- ✓ YouTube: https://www.youtube.com/@finanzpost
💡 ÜBER FINANZPOST.DE:
Der Finanz- und Vorsorge-Podcast mit Lia & Finanzexperte Maik Marx – locker, kompetent, umsetzbar.
⚠️ HINWEIS:
Dieser Inhalt dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle Beratung. Alle Angaben ohne Gewähr.
#Risikoprofil #Anlegertypen #Anlagestrategie #Risikobereitschaft #Risikotragfähigkeit #Vermögensaufbau #FinanzpostDe #MaikMarx
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von finanzpost.de!
00:00:05: Ich bin Lia, und ich freue mich, dass ihr wieder dabei seid.
00:00:10: Letzte Woche haben wir gelernt wie unglaublich wichtig es ist, klare, smarte, finanzielle Ziele zu haben.
00:00:19: Ich habe meine Hausaufgaben gemacht und meine Trauminventur durchgeführt – das war wirklich augenöffnend….
00:00:27: Ich habe jetzt ein klares Ziel für meine Altersvorsorge für ein Sabbatical in fünf Jahren und sogar für eine kleine Weltreise in zehn Jahren.
00:00:37: Aber jetzt stehe ich vor der nächsten großen Frage, wie erreiche ich diese Ziele am besten?
00:00:46: Soll ich alles in Aktien investieren und auf hohe Renditen hoffen oder lieber auf Nummer sicher gehen?
00:00:54: Heute finden wir heraus welcher Anlegertyp wir sind und wie viel Risiko wir eingehen sollten!
00:01:03: Mike Ich bin total unsicher.
00:01:07: Einerseits will ich natürlich hohe Renditen, andererseits habe ich Angst alles zu verlieren.
00:01:14: Was mache ich nur?
00:01:16: Hallo Lia!
00:01:17: Hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhörer – das ist eine der wichtigsten Fragen überhaupt, Lia.
00:01:23: Dein persönliches Risikoprofil ist die Grundlage für deine gesamte Anlagestrategie.
00:01:29: Wenn dieses Fundament nicht stabil ist wird das ganze Haus deiner Finanzen wackeln.
00:01:36: Heute werden wir dieses Thema von allen Seiten beleuchten!
00:01:40: Wir werden den entscheidenden Unterschied zwischen Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit verstehen, die fünf klassischen Anlegertypen kennenlernen – und dann machen wir einen interaktiven Workshop in dem wir dein persönliches Risikoprofil
00:01:56: bestimmen.".
00:01:57: Das klingt nach einem fantastischen Plan, Mike.
00:02:00: Lass uns mit der Theorie starten Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit.
00:02:09: Das klingt erst mal sehr ähnlich, wo genau liegt der Unterschied?
00:02:14: Aber sicher, Lia!
00:02:15: Es ist eigentlich ganz einfach wenn man es einmal verstanden hat.
00:02:19: Stell dir vor du hast zwei Wachschalen die eine isst dein Bauch, die andere isst ein Geldbeutel.
00:02:25: Die Risikopereitshaft ist dein Bauchtgefühl.
00:02:28: Es ist deine emotionale psychologische Fähigkeit, mit Unsicherheit und Schwankungen an den Finanzmärkten umzugehen.
00:02:36: Wie fühlst du dich wenn dein Depot in das Du hunderttausend Euro investiert hast innerhalb von vier Wochen um zwanzig Prozent fällt also zwanzichtausend Euro an Wert verliert?
00:02:49: Kannst Du dann noch ruhig schlafen?
00:02:51: vertraust Du weiterhin auf Deine Strategie oder bekommst du Schweißausbrüche und verkaufst in Panik.
00:02:59: Diese emotionale Reaktion, das ist deine Risikobereitschaft!
00:03:04: Sie ist Teil deiner Persönlichkeit.
00:03:07: Manche Menschen sind von Natur aus gelassener andere sind ängstlicher.
00:03:12: Das ist völlig wertfrei.
00:03:14: Die Risikotragfähigkeit hingegen ist dein Geldbeutel.
00:03:18: Es ist eine rein finanzielle Objektive Fähigkeit, Verluste zu verkraften ohne dass deine existenziellen finanziellen Ziele in Gefahr geraten.
00:03:31: Wie viel Geld kannst du theoretisch verlieren?
00:03:34: Ohne das du deine Miete nicht mehr zahlen kannst.
00:03:37: Deine Kinder nicht mehr studieren können oder du deine Rente vergessen kannst!
00:03:43: Die Risikotrag-Fähigkeit hängt von harten Fakten ab Deinem Alter, deinem Einkommen, deinen Ausgaben, deinen Schulden, deiner Anlagehorizont.
00:03:55: Wenn du jung bist sagen wir dreißig einen sicheren Job und einen langen Anlage-Horizont von fünfunddreißig Jahren hast ist deine Risikotragfähigkeit sehr hoch.
00:04:07: Du hast Jahrzehnte Zeit um Verluste wieder aufzuholen.
00:04:12: wenn du aber fünfundsechzig bist Kurz vor der Rente stehst und von dem Geld leben musst, ist deine Risikotragfähigkeit sehr niedrig.
00:04:22: Ein Verlust von zwanzig Prozent wäre eine Katastrophe!
00:04:26: Das Problem ist – oft passen Bauch-und-Geldbeutel nicht zusammen.
00:04:30: Jemand kann eine hohe Risikottragfähigkeiten haben weil er jung ist?
00:04:35: Und gut verdient.
00:04:37: Aber eine niedrige Risikobereitschaft, weil er sehr sicherheitsliebend ist oder umgekehrt.
00:04:44: Jemand hat eine niedrige Risikotragfähigkeit, weil er wenig Geld und einen kurzen Anlagehorizont hat.
00:04:51: Aber eine hohe Risikobereitschaft, weil der gerne zockt!
00:04:56: Der Schlüssel ist, eine Strategie zu finden die zu beidem passt.
00:05:14: Lass uns doch noch kurz die fünf Anlegertypen durchgehen.
00:05:18: Sehr gerne, Lia!
00:05:19: Diese Typen sind natürlich ideal typische Kategorien.
00:05:23: in der Realität gibt es viele Abstufungen dazwischen aber sie geben eine sehr gute Orientierung.
00:05:30: Typ eins Der Sicherheitsorientierte.
00:05:33: Sein Motto ist Verluste vermeiden um jeden Preis.
00:05:37: Er will absolut kein Risiko eingehen und bevorzugt Anlagen, bei denen sein Kapital garantiert ist.
00:05:45: Rendite ist für ihn absolut zweitrangig!
00:05:48: Er investiert ausschließlich in Tagesgeld-, Festgeld-, Sparbücher- oder deutsche Staatsanleihen mit bester Bonität.
00:05:58: Die Rendite liegt hier oft unter der Inflationsrate – was bedeutet das er real Geld verliert?
00:06:05: Aber das nimmt er für die garantierte Sicherheit in Kauf.
00:06:09: Sein Portfolio besteht zu hundert Prozent aus den sichersten Anlagen, Typ zwei der Konservative.
00:06:17: Seine Motto lautet, Sicherheit ist wichtig aber ein bisschen Rendite darf es schon sein.
00:06:24: Er akzeptiert geringe überschaubare Schwankungen um eine Rendite leicht über der Inflationsrate zu erzielen.
00:06:33: Sein Portfolio besteht hauptsächlich aus sehr sicheren Anlagen, also etwa siebzig bis achtzig Prozent in Anleihen mit guter Bonität und einem kleinen Teil von etwa zwanzig bis dreißig Prozent in sehr soliden defensiven Aktien oder Aktien ETFs.
00:06:51: Typ drei – der Ausgewogene.
00:06:55: Sein Motto ist Ich suche die goldene Mitte Die Balance zwischen Sicherheit und Rendite.
00:07:01: Er ist bereit für eine attraktive Rendite auch moderate Schwankungen in Kauf zu nehmen.
00:07:08: Er weiß, dass es an der Börse auch mal abwärts gehen kann – vertraut aber auf den langfristigen Aufwärztrend.
00:07:15: Sein Portfolio ist wie der Name schon sagt ausgewogen aufgeteilt klassischerweise etwa zur Hälfte in Aktien und zur Hölfte in sichere Anleihen.
00:07:26: Das ist die klassische Fünfzig-Fünftig-Strategie.
00:07:30: Typ Vier, der Wachstumsorientierte.
00:07:33: Sein Motto lautet – wer nicht wagt, der nicht gewinnt!
00:07:37: Er will hohe Renditen erzielen um sein Vermögen schnell zu vermehren und akzeptiert dafür auch hohe Schwankungen und das Risiko von zwischenzeitlich hohen Verlusten.
00:07:48: Er hat einen langen Anlagehorizont und weiß dass er Krisen aussitzen kann.
00:07:53: Seim Portfolio besteht hauptsächlich aus Aktien klassischerweise siebzig bis neunzig Prozent oft auch mit einem Anteil an riskanteren Schwellenländer Aktien.
00:08:04: Der Rest wird in Anleihen investiert, um das Portfolio ein wenig zu stabilisieren.
00:08:11: Typ V der Spekulative.
00:08:14: Sein Motto ist alles oder nichts.
00:08:17: Er will die maximale Rendite in kürzester Zeit und isst bereit dafür extrem hohe Risiken bis hin zum Totalverlust seines eingesetzten Kapitals einzugehen.
00:08:29: Er investiert oft in sehr riskante Einzelaktien.
00:08:33: In Pennystocks, in Derivate, in Hebelprodukte oder in sehr volatile Kryptowährungen.
00:08:40: Das ist keine Geldanlage mehr – das ist Zockerei!
00:08:44: Für den langfristigen seriösen Vermögensaufbau ist dieser Typ absolut ungeeignet
00:08:50: Sicherheitsorientiert Konservativ Ausgewogen Wachstumsorientiert Und spekulativ.
00:09:01: Das ist eine sehr klare Einteilung!
00:09:04: Ich glaube, der spekulative Typ bin ich definitiv nicht.
00:09:09: Aber wie finde ich jetzt heraus welcher der anderen Typen ich bin?
00:09:13: Ja, Lia es gibt mehrere Wege um das herauszufinden.
00:09:17: Ich empfehle alle drei Methoden zu kombinieren um ein möglichst klares Bild zu bekommen.
00:09:23: Erstens die ehrliche Selbsteinschätzung.
00:09:27: Das ist der wichtigste, aber auch der schwierigste Teil.
00:09:30: Sei absolut ehrlich zu dir selbst!
00:09:34: Wie hast du in der Vergangenheit auf Stress oder Verluste reagiert?
00:09:38: Auch in anderen Lebensbereichen.
00:09:41: Wie würdest Du Dich wirklich fühlen wenn Dein Depot, in das Du Dein ganzes Erspartes gesteckt hast um dreißig Prozent fällt?
00:09:50: Stell Dir das mal bildlich vor Dein Depotwert sinkt von fünfzigtausend auf fünfunddreißigtausende Euro.
00:09:58: Was tust du?
00:10:00: Kannst Du das aushalten oder würdest Du in Panik geraten?
00:10:05: Denke auch an Deine finanzielle Situation!
00:10:08: Wie stabil ist Dein
00:10:09: Job?!
00:10:10: Hast Du Schulden, hast Du Kinder für die Du verantwortlich bist?
00:10:15: All das beeinflusst Deine Risikobereitschaft!
00:10:19: Zweitens Professionelle Fragebögen.
00:10:22: Viele Banken, Onlinebroker oder Finanzportale bieten standardisierte Fragebögen an um dein Risikoprofil zu ermitteln.
00:10:32: Das sind die sogenannten WPHG-Bögen, die gesetzlich vorgeschrieben sind.
00:10:37: Diese fragen deine Kenntnisse, deine Erfahrungen, deine finanziellen Verhältnisse und deine Reaktion auf hypothetische Szenarien ab.
00:10:48: Nimm dir Zeit diese Fragen zu beantworten!
00:10:50: und beantworte sie ehrlich, nicht so wie du gerne wärst oder wie du denkst das ein guter Investor antworten würde.
00:10:59: Es geht um dich!
00:11:01: Drittens – die Hundert-Minus-Lebensalter-Regel.
00:11:05: Das ist eine sehr einfache aber erstaunlich gute Faustregel, um einen ersten Anhaltspunkt für deinen maximalen Aktienanteil zu
00:11:14: bekommen.
00:11:15: Die Regel besagt Dein Aktienanteil im Portfolio sollte maximal hundert Minus dein Lebensalter betragen.
00:11:24: Wenn du dreißig Jahre alt bist, wären das also maximal siebzig Prozent Aktien.
00:11:29: Wenn Du sechzig Jahre alt ist, wären es nur noch vierzig Prozent Akzien.
00:11:35: Der Gedanke dahinter ist dass deine Risikotragfähigkeit mit dem Alter abnimmt weil du weniger Zeit hast Verluste wieder aufzuholen.
00:11:44: Das ist natürlich nur eine grobe Orientierung, aber ein sehr guter Startpunkt.
00:12:16: Welche sind das?
00:12:18: Genau, Lia.
00:12:19: Die Faustregel ist nur der Anfang.
00:12:21: Es gibt noch weitere sehr wichtige Faktoren.
00:12:24: Der wichtigste ist dein Anlagehorizont.
00:12:27: Das ist die Zeit, die du dein Geld anlegen kannst ohne darauf zugreifen zu müssen.
00:12:32: Je länger dein Anlagenhorizon desto mehr Risiko kannst Du eingehen.
00:12:37: Wenn du für deine Rente in thirty-fünf Jahren spaßt Kannst du kurz und mittelfristige Schwankungen am Aktienmarkt einfach aussitzen.
00:12:45: Wenn du aber in fünf Jahren ein Haus kaufen willst, ist dein Anlagehorizont für dieses Ziel viel kürzer und du solltest ein viel geringeres Risiko eingehen.
00:12:57: Dann deine finanzielle Gesamtsituation!
00:13:00: Wie hoch ist dein Einkommen?
00:13:02: Und wie stabil ist es?
00:13:04: Hast Du hohe Konsumschulden die du erst abbezahlen solltest?
00:13:08: Wie hoch is dein Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben?
00:13:13: Je stabiler deine finanzielle Basis, desto höher deine Risikotragfähigkeit.
00:13:19: und schließlich deine Kenntnisse und Erfahrungen.
00:13:23: Je mehr du über Geldanlage, über die Funktionsweise der Börse, über ETFs und Aktien weißt, destu sicherer und gelassener wirst Du in der Regel.
00:13:34: Wissen ist das beste Mittel gegen Angst und Panik!
00:13:38: Deshalb ist es so wichtig, sich kontinuierlich weiterzubilden.
00:13:42: Zum Beispiel in dem man diesen Podcast hört
00:13:45: Anlagehorizont Finanzielle Situation und Wissen.
00:13:51: Das leuchtet ein.
00:13:53: Okay Ich glaube jetzt bin ich bereit für unseren Workshop.
00:13:59: Lass uns mein Risikoprofil bestimmen.
00:14:01: Sehr gut Lia!
00:14:03: Dann lass uns zu Detektiven werden und dein Profil aufdecken.
00:14:06: Ich habe dafür einen kleinen interaktiven Workshop vorbereitet, den auch alle Zuhörerinnen und Zuhöhrer für sich selbst mitmachen können.
00:14:16: Er besteht aus drei Teilen – dem Schlafguttest für deine Risikobereitschaft, dem Finanzcheck für deine Risikotragfähigkeit.
00:14:25: und am Ende die große Synthese.
00:14:28: Teil eins der Schlaf-Gut-Test.
00:14:31: LIA Stell dir vor du hast nach reiflicher Überlegung Fünfzigtausend Euro in ein breitgestreutes ETF-Portfolio investiert.
00:14:40: Es ist ein großer Teil deines Ersparten, jetzt kommen drei Szenarien.
00:14:46: Antworte mir bitte so spontan und ehrlich wie möglich!
00:14:50: Szenario A – Du schaust nach einem Monat in dein Depot.
00:14:54: Die Märkte sind leicht gefallen.
00:14:56: Dein Depot ist nur noch neunundvierzigtausende Euro wert Ein Minus von tausend euro oder zwei Prozent.
00:15:04: Was tust du?
00:15:05: Um,
00:15:06: also tausend Euro sind es schon ärgerlich.
00:15:08: Aber ich glaube mein erster Impuls wäre gar nichts zu tun!
00:15:13: Ich habe ja gelernt dass man's... das Schwankungen normal sind.
00:15:19: Also wahrscheinlich einfach abwarten.
00:15:21: Sehr gut.
00:15:22: Szenario B ein halbes Jahr später Es gab eine kleine Wirtschaftskrise.
00:15:27: Dein Depot steht jetzt bei fünfunddreißigtausend euro Ein Minus von fünfzehntausend Euro oder dreißig Prozent.
00:15:35: Du machst die Nachrichten an, überall rote Zahlen, Experten warnen vor einer Rezession.
00:15:41: Was ist jetzt dein erster Impuls?
00:15:44: Okay!
00:15:45: Das ist eine ganz andere Hausnummer – fünfzehntausend Euro.
00:15:50: Puh!
00:15:52: Mein Herz würde wahrscheinlich anfangen zu rasen.
00:15:56: Mein erster ehrlicher Impuls wäre….
00:15:59: raus hier.
00:16:01: Rette was noch zu retten ist bevor alles weg ist.
00:16:05: Ich hätte wirklich Angst, alles zu verlieren.
00:16:07: Danke für deine Ehrlichkeit, Lia!
00:16:10: Das ist eine sehr wichtige Information und genau diese Reaktion haben die meisten Menschen.
00:16:17: Szenario C – ein Jahr später.
00:16:20: Die Krise hat sich verschärft.
00:16:22: Eine große Bank ist pleite gegangen.
00:16:24: Es herrscht Panik an den Märkten.
00:16:27: Dein Depot steht jetzt bei twenty-fünfzehntausend Euro.
00:16:31: Die Hälfte deines Geldes ist weg.
00:16:33: Was tust du jetzt?
00:16:34: Ich glaube, jetzt wäre ich schon fast apathisch.
00:16:38: Die Panik wäre schon vorbei!
00:16:40: Ich würde wahrscheinlich denken – Jetzt ist es auch egal.
00:16:45: Jetzt zu verkaufen is das dümmste was ich tun kann.
00:16:49: Vielleicht würde ich sogar darüber nachdenken mit zittrigen Händen ein bisschen nachzukaufen weil ich ja gelernt habe dass man in der Krise kaufen soll aber es würde mich unglaublich viel über Windung kosten.
00:17:02: Perfekt Das ist eine sehr aufschlussreiche Analyse deiner Risikobereitschaft.
00:17:07: Du bist bei kleinen Schwankungen entspannt, beim mittleren Verlusten neigst du zu Panik aber bei extremen Verlüsten greift ein rationales Wissen.
00:17:19: Das ist ein typisches Profil für jemandem der die Theorie verstanden hat – aber die emotionale Praxis noch nicht erlebt hat!
00:17:28: Das deutet auf eine eher ausgewogene bis leicht unterdurchschnittliche Risikobereitschaft hin.
00:17:35: Kommen wir zu Teil zwei – der Finanzcheck!
00:17:39: Hier geht es um deine Risikotragfähigkeit, ich stelle dir fünf schnelle Fragen.
00:17:44: Eins – dein Anlagehorizont.
00:17:47: Wie viele Jahre hast du noch bis zu deinem geplanten Renteneintritt?
00:17:52: Mehr als fünfundzwanzig Jahre?
00:17:54: Ja definitiv.
00:17:56: Eher fünfunddreißig
00:17:57: Zwei, deine Einkommenssituation.
00:18:00: Wie sicher ist dein Einkommen?
00:18:02: Hast du einen festen Job vielleicht sogar im öffentlichen Dienst oder bist Du selbstständig mit stark schwankenden Einnahmen?
00:18:09: Ich habe einen feste Job in einer großen Firma.
00:18:13: ich würde sagen mein Einkommen ist ziemlich sicher.
00:18:16: Drei, Deine Schulden hast du hoch verzinste Konsumschulden zum Beispiel auf einer Kreditkarte?
00:18:22: Nein gar
00:18:23: keine.
00:18:24: Vier, dein Notgroschen Hast du eine Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben der mindestens drei bis sechs Monatsausgaben abdeckt?
00:18:33: Ja, den habe ich.
00:18:35: Sechs Monats-Ausgaben liegen sicher auf dem Tagesgeldkonto!
00:18:39: Fünf – Deine Kenntnisse Auf einer Skala von eins Anfänger Bis zehn Profi.
00:18:47: Wie schätzt Du deine Kenntnisse über Geldanlage ein?
00:18:50: Puh Ich lerne ja jede Woche dazu Aber ich wäre ehrlich und würde sagen Vielleicht eine vier oder fünf.
00:18:58: Super, danke!
00:18:59: Die Auswertung deiner Risikotragfähigkeit ist eindeutig – sie ist sehr hoch.
00:19:05: Du bist jung hast einen langen Anlagehorizont ein sicheres Einkommen keine Schulden und einen Notgroschen.
00:19:13: du könntest es dir finanziell leisten hohe Risiken einzugehen.
00:19:17: jetzt kommt Teil drei die Synthese.
00:19:20: wir haben einen Widerspruch.
00:19:22: LIA dein Bauch Risikobereitschaft ist eher vorsichtig, dein Geldbeutel, Risikotragfähigkeit ist sehr robust.
00:19:32: Was machen wir nun?
00:19:34: Die hundert minus dreißig Regel würde dir einen Aktienanteil von siebzig Prozent vorschlagen aber dein Bauchgefühl bei Szenario B sagt mir dass du dich damit nicht wohl fühlen würdest.
00:19:46: Du würdest wahrscheinlich bei der nächsten Krise verkaufen und einen riesigen Verlust realisieren.
00:19:52: Deshalb schlage ich einen Kompromiss vor.
00:19:56: Wir starten mit einer ausgewogenen Strategie.
00:19:59: Sechzig Prozent Aktien und vierzig Prozent sichere Anleihen.
00:20:04: Das wäre zum Beispiel ein globaler Aktien ETF, und ein ETF auf europäische Staatsanleihen.
00:20:11: Dieses Portfolio wird immer noch schwanken aber deutlich weniger als ein reines Aktienportfolio.
00:20:18: Es ist eine Strategie, die dein Bauch aushalten kann, die aber trotzdem genug Rendite abwirft um deine hohe Risikotragfähigkeit zu nutzen und deine Ziele zu erreichen.
00:20:30: Wie fühlt sich das für dich an?
00:20:32: Sechzigvierzig Das fühlt es gut an.
00:20:38: Das fühlts machbar an!
00:20:41: Es ist nicht so langweilig Aber auch nicht zu furchteinflößend.
00:20:46: Das ist ein perfekter Startpunkt.
00:20:48: für mich glaube ich
00:20:50: Genau darum geht es, Lia den perfekten Startpunkt zu finden und wie wir besprochen haben.
00:20:56: Diese Strategie ist nicht in Stein gemeißelt – vielleicht merkst du in fünf Jahren dass du viel entspannter geworden bist und die Schwankungen dir nichts mehr ausmachen?
00:21:07: Dann können wir den Aktienanteil immer noch auf siebzig Prozent erhöhen.
00:21:12: aber für den Anfang ist eine Strategie, die du durchhalten kannst, die beste Strategie der Welt!
00:21:19: Wow
00:21:19: Mike, das war unglaublich hilfreich!
00:21:23: Ich habe jetzt nicht nur die Theorie verstanden sondern habe eine konkrete Zahl.
00:21:29: Eine konkrete Asset Allocation für mich persönlich.
00:21:33: Sechzigvierzig Das ist mein Fahrplan.
00:21:37: Vielen vielen Dank.
00:21:39: Sehr gerne Lia und ich hoffe auch ihr liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer konnte diesen Workshop für euch nutzen Und habt jetzt eine klarere Vorstellung davon, wo ihr steht?
00:21:52: Nehmt euch die Zeit diese Fragen ehrlich für euch zu beantworten.
00:21:56: Es ist die wichtigste Grundlage für euren finanziellen Erfolg!
00:22:01: Absolut In unserer nächsten Folge gehen wir den nächsten logischen Schritt.
00:22:08: Wir haben unsere Ziele.
00:22:09: Wir haben unser Risikoprofil.
00:22:13: Jetzt sprechen wir im Detail über Asset Allocation Die Kunst Euer Vermögen richtig auf die verschiedenen Anlageklassen aufzuteilen, um eure Ziele mit dem für euch passenden Risiko zu erreichen.
00:22:27: Seid also unbedingt wieder dabei!
00:22:29: Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko.
00:22:48: Für verbindliche Finanzberatungen empfehlen wir, einen zertifizierten Finanzberater zu konsultieren.
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