23 Finanzielle Ziele setzen – Von der Vision zum konkreten Plan

Shownotes

🎧 Alle Infos zu dieser Folge auf finanzpost.de – ausführlicher Begleitartikel, alle Quellen und das komplette Transkript zum Nachlesen:
👉 https://finanzpost.de/podcast2/23-finanzielle-ziele-setzen-von-der-vision-zum-konkreten-plan/
━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━

Finanzielle Ziele setzen mit der SMART-Methode – Finanzexperte Maik Marx zeigt, wie du aus vagen Träumen konkrete Pläne machst, die wirklich funktionieren.

💼 Du sparst, aber weißt nicht wofür? Du fühlst dich wie auf einer Reise ohne Zieladresse? Lia kennt das Gefühl – und Maik Marx hat die Lösung. In dieser Folge erfährst du, warum „mehr sparen" oder „reich werden" dein Gehirn überhaupt nicht motiviert und wie du mit der SMART-Methode Ziele formulierst, die echte psychologische Kraft entfalten.

🎯 Maik erklärt, warum ein konkretes Ziel wie „In 5 Jahren 50.000 Euro für mein Traumhaus ansparen" dein Belohnungssystem aktiviert und Dopamin freisetzt – während abstrakte Vorsätze dich nur frustrieren. Du lernst die fünf SMART-Kriterien im Detail: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert. Aus „finanziell frei sein" wird ein wasserdichter Plan mit konkreten Zahlen und Deadlines.

💡 Die Episode deckt alle Zielzeiträume ab: kurzfristig (Notgroschen, Urlaub), mittelfristig (Immobilienkauf, Auto) und langfristig (Altersvorsorge, finanzielle Freiheit). Plus: die Trauminventur-Methode, mit der du herausfindest, was du wirklich willst – nicht was andere von dir erwarten.

🚀 Finanzpost.de liefert dir kein theoretisches Blabla, sondern konkrete Beispiele: Wie erhöhst du deine Sparrate von 200 auf 400 Euro? Wie schließt du eine Rentenlücke von 800 Euro? Wie bleibt dein Plan flexibel, wenn sich dein Leben ändert? Maik und Lia sprechen Klartext – locker, kompetent, ohne Fachchinesisch.

⚡ Schluss mit ziellosem Sparen! Diese Folge gibt dir den Kompass für deine finanzielle Reise. Jetzt reinhören und deinen Traumplan in 45 Minuten auf Kurs bringen!

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge von finanzpost.de.

00:00:07: Ich bin Lia Und ich freue mich riesig, dass ihr wieder eingeschaltet habt.

00:00:14: Wisst Ihr in unserer letzten Folge haben wir die drei Säulenstrategie der Altersvorsorge besprochen Gesetzliche Rente Betriebliche Altersversorgung und private Vorsorge.

00:00:27: Das war wirklich ein Augenöffner für mich Aber es hat bei mir auch eine ganz grundlegende Frage aufgeworfen, die mich seitdem nicht mehr loslässt.

00:00:38: Wofür mache ich das alles eigentlich?

00:00:41: Einfach nur genug Geld für später zu haben fühlt sich so abstrakt an – so leblos!

00:00:50: Ich will eine klare Vision ein Ziel, dass mich jeden Tag motiviert und dass mich morgens aus dem Bett holt.

00:00:58: Deshalb sprechen wir heute darüber wie man finanzielle Ziele richtig setzt vom großen Wagentraum zum Felsenfesten, konkreten Plan den man wirklich umsetzen kann.

00:01:13: Mike!

00:01:14: Ich muss dir gestehen ich habe manchmal das Gefühl... ...ich spare einfach so vor mich hin ohne ein klares Ziel vor Augen zu haben.

00:01:24: Es ist wie eine Reise ohne Zieladresse.

00:01:27: Ich steige ins Auto fahre los aber ich weiß gar nicht wohin ich eigentlich will.

00:01:34: Kennst du das Gefühl?

00:01:37: Wie fange ich, wie fange Ich an das zu ändern.

00:01:39: Hallo Lia!

00:01:40: Hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.

00:01:43: Schön dass ihr wieder dabei seid.

00:01:46: LIA Das ist eine der wichtigsten und zugleich häufigsten Erkenntnisse auf dem Weg zur finanziellen Souveränität.

00:01:54: Ohne klare Ziele ist es tatsächlich wie eine Schiffsreise ohne Kompass und ohne Hafen.

00:02:01: Man treibt einfach umher mal hierhin mal dorthin und kommt letztendlich nirgendwo an.

00:02:07: oder noch schlimmer, man landet irgendwo wo man gar nicht hin wollte.

00:02:12: Finanzielle Ziele sind der Kompass, der dir die Richtung weist und der Hafen auf den du zusteuerst.

00:02:19: Sie geben deinem täglichen Handeln einen tieferen Sinn und die nötige Kraft um auch durch stürmische Zeiten zu navigieren wenn es mal schwierig wird.

00:02:29: Heute werden wir das Thema wirklich von Grundauf beleuchten.

00:02:33: Wir werden verstehen, warum Ziele so eine immense psychologische Kraft haben wie man sie mit der bewährten Smart-Methode Wasserdicht formuliert.

00:02:44: Welche unterschiedlichen Arten von Zielen es gibt und wie du sie als Architekt deines eigenen Finanzplans fest verankerst und in die Praxis umsetzt.

00:02:54: Das klingt fantastisch Mike.

00:02:57: Psychologische Kraft das gefällt mir.

00:03:00: Lass uns da mal tiefer einsteigen.

00:03:03: Warum ist es denn so viel wirksamer ein konkretes Ziel zu haben, anstatt nur zu sagen Ich will sparen oder ich will reich werden?

00:03:14: Was passiert da in unserem Kopf?

00:03:16: Das hat ganz viel mit der Funktionsweise unseres Gehirns zu tun, Lia.

00:03:20: Ein abstraktes Vorhaben wie mehr sparen- oder reichwerden aktiviert unser Belohnungssystem kaum.

00:03:28: Es ist nicht greifbar, nicht emotional, nicht real.

00:03:33: Unser Gehirn kann damit nichts anfangen, es ist wie ein Nebel.

00:03:37: Ein konkretes Ziel hingegen – wie zum Beispiel in fünf Jahren eine Anzahlung von fünfzigtausend Euro für mein Traumhaus am Seeansparen erzeugt ein klares lebendiges mentales Bild.

00:03:51: Du kannst dir das Haus vorstellen du siehst die Farbe der Fassade, du kannst den See riechen, du hörst die Vögel und du fühlst die Freude wenn du morgens auf die Terrasse trittst.

00:04:02: Dieses emotionale, sinnliche Bild setzt in deinem Gehirn dopaminefrei unser wichtigstes Motivationshormon.

00:04:11: Es macht das Ziel erstrebenswert, attraktiv und gibt uns die Energie und die Willenskraft die nötigen Opfer zu bringen!

00:04:20: Du verzichtest dann nicht auf den teuren Urlaub weil du musst oder weil es vernünftig ist sondern weil du es wirklich willst deinem Traumhaus einen Schritt näherkommst.

00:04:36: Ziele transformieren Verzicht in eine bewusste positive Entscheidung.

00:04:42: Sie machen aus einem Ich darf nicht ein, ich will nicht weil ich etwas Besseres will.

00:04:48: Wow!

00:04:49: Das ist wirklich ein starkes Bild.

00:04:52: Ich tausche also den kurzfristigen Dopaminkick eines Impulskaufs gegen die langfristige viel tiefere und nachhaltigere Befriedigung meinem großen Traum näher zu kommen.

00:05:06: Das leuchtet total ein!

00:05:09: Du hast vorhin die Smart-Methode erwähnt, das klingt nach einem sehr konkreten Werkzeug dass ich dringend brauche.

00:05:17: Kannst du das bitte im Detail erklären?

00:05:20: Ich will das wirklich verstehen.

00:05:22: Sehr gerne Lia!

00:05:24: Smart ist ein Akronym also ein Kunstwort aus Anfangsbuchstaben Und es ist eine der effektivsten Methoden überhaupt, um Ziele von wagen Nebulösenwünschen in konkrete umsetzbare Handlungsanweisungen zu verwandeln.

00:05:40: Jeder einzelne Buchstabe steht für eine entscheidende Eigenschaft die dein Ziel haben muss damit das wirklich funktioniert.

00:05:48: Fangen wir mit dem S an!

00:05:51: Es steht für spezifisch.

00:05:54: Dein Ziel muss so klar, so eindeutig und so präzise wie nur irgend möglich sein.

00:06:02: Nicht ich will mehr sparen, sondern... Ich will meine monatliche Sparrate von derzeit zweihundert Euro auf vierhundert Euro erhöhen nicht!

00:06:14: Ich will für die Rente vorsorgen Sondern?

00:06:19: Ich will mit fünfundsechzig Jahren eine Rentenlücke von achthundert euro pro Monat Durch private Ersparnisse aus einem ETF-Depotze schließen.

00:06:30: Je spezifischer desto besser, dein Gehirn braucht Klarheit!

00:06:35: Dann kommt das M. M steht für messbar.

00:06:39: Du musst deinen Fortschritt objektiv und regelmäßig verfolgen können.

00:06:43: Vierhundert Euro pro Monat ist messbar.

00:06:46: Du kannst am Ende jeden Monats auf dein Konto schauen und sehen habe ich es geschafft oder nicht?

00:06:53: Eine Rentenlücke von achthundert Euro schließen ist messbar, wenn du weißt wie viel Vermögen du dafür brauchst.

00:07:01: Das gibt dir wichtiges Feedback und die Möglichkeit bei Bedarf nachzusteuern.

00:07:06: Ohne Messbarkeit weißt du nie ob du auf Kurs bist oder vom Weg abgekommen bist.

00:07:24: Es muss dein eigenes Ziel sein.

00:07:26: Nicht das deiner Eltern, nicht dass deiner Freunde, nicht das was die Gesellschaft von dir erwartet.

00:07:35: Du musst es wirklich wollen und voll und ganz dahinterstehen.

00:07:41: Nur dann wirst du die nötige Disziplin- und Ausdauer aufbringen auch wenn es mal schwierig wird.

00:07:49: Die Frage Warum will ich das erreichen?

00:07:53: Was bedeutet es mir wirklich Ist hier absolut entscheidend.

00:07:58: Das ist dein Treibstoff!

00:08:00: Dann haben wir das.

00:08:01: RR steht für realistisch, das Ziel muss herausfordernd sein.

00:08:06: ja es soll dich aus deiner Komfortzone holen aber es muss auch erreichbar sein.

00:08:13: wenn du zweitausend Euro netto verdienst ist eine sparrate von tausend fünfhundert euro pro monat wahrscheinlich völlig unrealistisch und führt nur zu frustration und am Ende zum Aufgeben.

00:08:28: Ein Ziel sollte dich motivieren und anspornen, nicht entmutigen und lämen!

00:08:35: Es ist viel besser klein anzufangen erste Erfolge zu feiern und sich dann zu steigern als ich zu übernehmen, zu scheitern und

00:08:44: aufzugeben.".

00:08:45: Und schließlich das TT steht für terminiert.

00:08:48: Jedes Ziel braucht eine klare feste Deadline – einen Stichtag.

00:08:53: Ein Zieldatum erzeugt einen gesunden positiven Druck und verhindert, dass du die Dinge ewig auf die lange Bank schiebst.

00:09:02: In fünf Jahren bis zum ersten Januar-Zw.A.

00:09:08: bis zu meinem vierzigsten Geburtstag – ohne Deadline bleibt ein Ziel nur ein schöner Traum der irgendwann in der Zukunft liegt!

00:09:16: Mit Deadline wird es zu einer Verpflichtung

00:09:19: spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch Terminiert.

00:09:25: Das ist wirklich eine fantastische klare Struktur!

00:09:28: Ich glaube, ich habe bisher immer bei S und M versagt.

00:09:32: Meine Ziele waren einfach zu wage – zu schwammig.

00:09:36: Kannst du das mal an einem ganz konkreten Beispiel durchspielen, Mike?

00:09:40: Sagen wir, mein großer Traum ist es irgendwann finanziell frei zu sein.

00:09:46: Wie mache ich daraus ein Smart-Ziel?

00:09:49: Ein exzellentes Beispiel, Lia und ein Traum, den sehr viele Menschen teilen.

00:09:55: Finanziell frei sein ist ein wunderbarer inspirierender Traum aber als Ziel ist er leider völlig unbrauchbar weil er alle Smartkriterien verletzt.

00:10:06: Lass uns ihn gemeinsam Schritt für Schritt in einen Smartziel verwandeln!

00:10:11: Schritt eins spezifisch machen.

00:10:14: was bedeutet finanziell frei?

00:10:16: Für dich?

00:10:16: ganz konkret das ist für jeden menschen etwas anderes.

00:10:21: Bedeutet es für dich überhaupt nicht mehr arbeiten zu müssen oder nur noch Teilzeit zu arbeiten, vielleicht zwanzig Stunden statt vierzig?

00:10:30: Oder bedeutet das einfach nur dir keine Sorgen mehr um Geld machen zu müssen – auch wenn du weiter arbeitest.

00:10:38: Nehmen wir für unser Beispiel an!

00:10:40: Für Dich bedeutet finanzielle Freiheit Deine aktuellen Lebenshaltungskosten von zwei tausend fünfhundert Euro pro Monat komplett durch passive Einnahmen aus deinem Kapitalvermögen decken zu können, ohne dass du dafür arbeiten musst.

00:10:55: Schritt Zwei Messbar machen.

00:11:00: Jetzt wird es mathematisch.

00:11:03: Um zweitausend Fünfhundert Euro pro monat also dreißigtausend Euro pro Jahr an passiven Einkommen zu erzielen brauchst Du ein entsprechendes Vermögen.

00:11:13: Wenn wir von einer sicheren, nachhaltigen Entnahmerate von vier Prozent pro Jahr ausgehen.

00:11:20: Das ist eine Faustregel die wir in einer späteren Folge noch viel detaillierter besprechen werden Dann brauchst du ein Vermögen von siebenhundertfünfzigtausend Euro.

00:11:31: Die Rechnung isst Dreißigtausende Euro geteilt Durch Null Komma.

00:11:36: Null Vier Gleich Siebenhundet Fünfzig Tausend Euro.

00:11:40: das Ist Jetzt Eine Messbare Konkrete Größe.

00:11:45: Du weißt genau, worauf du hinarbeitest!

00:11:47: Schritt drei –

00:11:48: attraktiv

00:11:49: machen.

00:11:50: Jetzt kommt die emotionale Ebene.

00:11:52: Warum willst du das?

00:11:54: Was würdest du mit dieser finanziellen Freiheit machen um mehr Zeit für deine Familie zu haben um die Welt zu bereisen ohne auf die Urlaubstage achten zu müssen um ein Buch zu schreiben um dich ehrenamtlich zu engagieren Um einfach nur morgens aufzuwachen und zu entscheiden, was du heute tun möchtest?

00:12:17: Verbinde das Ziel mit deinen tiefsten Werten und Sehnsüchten.

00:12:21: Schreibe es auf!

00:12:22: Male dir dieses Leben in allen Details aus – Das ist dein emotionaler Treibstoff der dich durch schwierige Zeiten trägt.

00:12:31: Schritt Vier Realistisch machen.

00:12:36: Ist es realistisch, siebenhundertfünfzigtausend Euro anzusparen?

00:12:41: Das hängt natürlich von mehreren Faktoren ab.

00:12:45: Von deinem aktuellen Alter, von deinem Einkommen, von deiner möglichen Sparrate und von deinm Anlagehorizont.

00:12:55: Wenn du heute dreißig Jahre alt bist und dir fünfunddreißig jahre Zeit gibst – also bis fünfundsechzig!

00:13:03: Dann ist es mit einer monatlichen Sparrrate von etwa fünfhundert Euro in einem Breitgestreuten Globalen Aktien ETF bei einer durchschnittlichen Rendite von sieben Prozent pro Jahr.

00:13:17: Absolut realistisch!

00:13:20: Wenn du aber schon fünfzig bist und nur noch fünfzehn Jahre Zeit hast, wird es deutlich anspruchsvoller – und du bräuchtest eine höhere Sparrate.

00:13:31: Rechne es durch.

00:13:33: Es gibt viele gute Online-Rechner dafür.

00:13:36: Schritt Fünf Terminiert machen.

00:13:39: Setze dir eine klare, feste Deadline.

00:13:42: Zum Beispiel ich will bis zu meinem fünfundsechzigsten Geburtstag also bis zum fünfzehnten März zwei tausend sechzig ein Vermögen von siebenhundert fünfzigtausend Euro aufgebaut haben

00:13:54: und jetzt setzen wir alles zusammen.

00:13:58: fertig ist das Smart-Ziel.

00:14:01: um bis zu einem Fünfundsechzigsten Geburtsdag am fünftzehntem März Zwei Tausend Sechzig finanziell frei zu sein Und meine Lebenshaltungskosten von zweitausend fünfhundert Euro pro Monat durch passives Einkommen aus meinem Vermögen decken zu können, werde ich ab dem ersten des nächsten Monats monatlich fünfhundert Euro in einen globalen Aktien ETF-Sparplan investieren und diesen Betrag jährlich um die Inflationsrate erhöhen.

00:14:35: Siehst du den gewaltigen Unterschied, Lia?

00:14:38: Das ist kein wager Traum mehr!

00:14:41: Das ist ein konkreter, detaillierter umsetzbarer Plan.

00:14:44: Das ist etwas das du morgen anfangen kannst!

00:14:48: Das ist was dass du jeden Monat überprüfen kannst – das gibt dir Kontrolle und Zuversicht.

00:14:54: Der Unterschied ist wirklich gewaltig…das fühlt sich plötzlich so real …so greifbar ...und so machbar an...ich kann mir das jetzt wirklich vorstellen.

00:15:07: Du hast vorhin auch verschiedene Arten von Zielen erwähnt Mike Kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele.

00:15:16: Warum ist diese Unterscheidung so wichtig?

00:15:19: Kann ich nicht einfach alle meine Ziele gleich behandeln?

00:15:22: Nein!

00:15:23: Das kannst du leider nicht, Lia.

00:15:25: Und das ist ein ganz entscheidender Punkt.

00:15:28: Diese Unterscheidingen sind absolut entscheidend – und zwar aus zwei Gründen.

00:15:33: Erstens für die Wahl des richtigen Finanzinstruments also wo du dein Geld hintust und zweitens für deine Motivation und deine psychologische Verfassung.

00:15:44: Du kannst nicht alle Ziele auf die gleiche Weise erreichen, man braucht unterschiedliche Strategien, unterschiedliche Werkzeuge für unterschiedliche Zeiträume – lass uns das im Detail durchgehen!

00:15:57: Kurzfristige Ziele sind alles was du innerhalb der nächsten zwölf Monate also innerhalb eines Jahres erreichen willst.

00:16:06: Typische Beispiele dafür sind der Aufbau eines Notgroschens, von zum Beispiel fünftausend Euro – das Sparen für einen größeren Urlaub.

00:16:15: Vielleicht eine Fernreise für dreitausend euro?

00:16:19: Die Anschaffung eines neuen Laptops für zweitausende Euro oder die Tilgung eines kleinen Konsumkredits?

00:16:27: Für diese kurzfristigen Ziele ist Sicherheit das absolut oberste Gebot!

00:16:32: Du willst auf keinen Fall, dass dein Geld plötzlich weniger wert ist wenn du es brauchst weil die Börse gerade einen schlechten Tag hat.

00:16:41: Deshalb ist hier das Tagesgeldkonto oder ein sehr kurz laufendes Festgeld der richtige Ort.

00:16:48: Die Rendite ist niedrig Das stimmt Vielleicht zwei oder drei Prozent Aber das Geld ist sicher Es ist garantiert Und es ist jederzeit verfügbar wenn du's brauchst.

00:17:03: Das ist hier wichtiger als eine hohe Rendite.

00:17:06: Mittelfristige Ziele haben einen Zeithorizont von einem bis zu fünf, manchmal auch bis zu sieben Jahren.

00:17:14: Klassische Beispiele dafür sind das Sparen für eine Anzahlung auf eine Immobilie sagen wir Fünfzigtausend Euro der Kauf eines neuen Autos für dreißigtausende Euro die Finanzierung einer größeren Weiterbildung vielleicht ein Masterstudium oder auch das Sparren für eine Hochzeit.

00:17:33: Hier hast du schon etwas mehr Zeit und kannst deshalb auch ein etwas höheres Risiko eingehen, um eine bessere Rendite zu erzielen.

00:17:42: Je nach deiner persönlichen Risikobereitschaft die wir in der nächsten Folge bestimmen werden kommen hier verschiedene Optionen infrage Festgeld mit längerer Laufzeit Anleihen ETFs mit guter Bonität oder auch eine sehr konservative Mischung aus Aktienetfs und Anleihenetfs, vielleicht dreißig Prozent Aktien und siebzig Prozent Anlein.

00:18:09: Das hängt wirklich von deiner Risikobereitschaft ab!

00:18:12: Und dann haben wir die langfristigen Ziele.

00:18:15: Das ist alles was weiter als sieben oder zehn Jahre in der Zukunft liegt – das Klassische.

00:18:23: Wichtigste Beispiel ist natürlich die Altersvorsorge Aber auch das Sparen für die Ausbildung deiner Kinder, wenn sie noch klein sind oder der Aufbau eines großen Vermögens für finanzielle Freiheit gehören dazu.

00:18:39: Hier ist ein Anlagehorizont so lang dass du Schwankungen am Aktienmarkt – auch heftige Schwankung nicht nur aushalten kannst sondern Sie sogar zu deinem Vorteil nutzen kannst!

00:18:52: Du kannst Crashs aussitzen und danach von der Erholung profitieren.

00:18:58: Für diese langfristigen Ziele sind breitgestreute Aktien ETFs, wie wir sie in früheren Folgen besprochen haben ganz klar das Mittel der Wahl.

00:19:08: Da sie langfristig über Jahrzehnte hinweg die höchste Rendite versprechen – historisch gesehen sieben bis acht Prozent pro Jahr im Durchschnitt!

00:19:19: Diese klare Aufteilung hilft dir enorm, den Überblick zu behalten und für jedes einzelne deiner Ziele die passende optimale Strategie zu wählen.

00:19:29: Es verhindert das du dumme Fehler machst wie zum Beispiel für den Urlaub nächstes Jahr in riskante Einzelaktien zu spekulieren oder dass du dein Geld für die Rente in dreißig Jahren auf dem Tagesgeldkonto von der Inflation langsam auffressen lässt.

00:19:46: Das ist eine sehr klare sehr logische und sehr hilfreiche Struktur.

00:19:52: Ich sollte also für jedes meiner Ziele einen eigenen Topf mit einer eigenen, maßgeschneiderten Strategie haben.

00:20:02: Aber Mike!

00:20:04: Wie finde ich überhaupt heraus was meine Ziele sind?

00:20:08: Mein Kopf ist gerade voller Möglichkeiten, voller Träume aber auch voller Unsicherheit.

00:20:16: Wo fange ich an?

00:20:17: Das ist ein wunderbarer Zustand, Lia.

00:20:20: Dieser Zustand voller Möglichkeiten ist der Beginn von etwas Großem!

00:20:25: Der Prozess der Zielfindung ist eine kreative sehr persönliche und auch sehr spannende Reise.

00:20:33: Ich empfehle meinen Klienten im Coaching oft eine Übung die ich die Trauminventur nenne.

00:20:39: Nimm dir dafür Bewusstzeit vielleicht an einem ruhigen Wochenende An einem Ort, an dem du dich wirklich wohl fühlst und ungestört bist.

00:20:48: Schalte dein Handy aus, schalte den Fernseher aus und nimm dir nur ein schönes Notizbuch und einen Stift.

00:20:55: Kein Computer, kein Tablet, analog – das ist wichtig!

00:20:59: Erstens Brainstorming ohne Grenzen.

00:21:04: Schreibe wirklich alles auf was dir in den Sinn kommt wenn du an deine Zukunft

00:21:09: denkst.

00:21:11: Was würdest du tun wenn Geld überhaupt keine Rolle spielen würde?

00:21:15: Wo würdest Du leben In welchem Haus In welcher Stadt, in welchem Land?

00:21:24: Was würdest du arbeiten oder würdest du überhaupt arbeiten.

00:21:29: Welche Hobbys würdest Du haben?

00:21:31: Welche Orte Würdest Du bereisen?

00:21:34: Wen würdest DU unterstützen?

00:21:37: Erlaube Dir wirklich groß zu träumen!

00:21:41: In dieser Phase gibt es kein unrealistisch, kein unmöglich, kein... Das kann ich mir nicht leisten.

00:21:50: Schreibe einfach Lass es fließen.

00:21:53: Zweitens kategorisieren.

00:21:56: Wenn du deine Liste hast und das können durchaus zwanzig oder dreißig Punkte sein, dann versuche die Punkte zu gruppieren.

00:22:04: Gehören sie eher in den Bereich Wohnen-, Reisen-, Karriere-, Familie-, Gesundheit-, persönliche Entwicklung- oder Hobbys?

00:22:14: Das hilft dir, Muster zu erkennen und zu sehen wo deine Schwerpunkte liegen!

00:22:20: Vielleicht merkst du, dass ganz viele deiner Träume mit Reisen zu tun haben.

00:22:25: Das ist eine wichtige Erkenntnis!

00:22:28: Drittens Priorisieren.

00:22:31: Jetzt wird es konkret und auch etwas schwieriger.

00:22:35: Wähle aus jeder Kategorie die ein bis drei wichtigsten Punkte aus.

00:22:40: Was ist dir am allerwichtigsten?

00:22:43: Was würde dein Leben am meisten bereichern?

00:22:46: Was würdest Du am meisten bereuen wenn Du es nicht getan hättest?

00:22:51: Sei dabei wirklich ehrlich zu dir selbst.

00:22:55: Es geht nicht darum, was andere von dir erwarten oder was du glaubst tun zu müssen – es geht um dich!

00:23:02: Viertens Quantifizieren und Terminieren.

00:23:06: Nun nimmst Du deine wichtigsten Träume vielleicht fünf bis zehn Stück und verwandelst sie in etwas Greifbares.

00:23:13: Was kostet die Weltreise?

00:23:16: Konkret Recherchiere vielleicht zwanzigtausend Euro.

00:23:22: Wie viel Eigenkapital brauchst du für das Haus, dass Du Dir vorstellst?

00:23:27: Vielleicht hunderttausend Euro.

00:23:29: Bis wann willst Du das erreicht

00:23:31: haben?

00:23:32: In fünf Jahren – in zehn Jahren–in zwanzig Jahren schreibe es auf.

00:23:37: Fünftens Smartformulieren.

00:23:41: Im letzten Schritt nimmst Du jedes Deiner priorisierten, quantifizierten Ziele und formulierst es nach der Smartformel aus Genau wie wir es vorhin gemeinsam geübt haben.

00:23:55: Das ist die Krönung!

00:23:56: Dieser Prozess kann ein paar Stunden oder sogar ein ganzes Wochenende dauern, aber er ist unglaublich wertvoll.

00:24:03: Am Ende hast du eine klare detaillierte Landkarte für deine finanzielle Zukunft.

00:24:08: Du weißt wohin du willst und du weißt wie du dorthin kommst.

00:24:13: Die Trauminventur – das klingt wirklich nach einem perfekten Plan für mein nächstes Wochenende.

00:24:19: Ich werde mir das wirklich vornehmen.

00:24:22: Eine allerletzte Frage noch, Mike!

00:24:25: Was ist wenn sich meine Ziele ändern?

00:24:28: Was ist, wenn ich in fünf Jahren merke dass ich doch kein Haus am See will sondern lieber ein Sebetical einlegen möchte um ein Jahr durch Südamerika zu reisen?

00:24:40: Habe ich dann versagt?

00:24:42: muss ich dann alles über den Haufen werfen?

00:24:45: eine exzellente und sehr sehr wichtige frage lia Und die Antwort ist nein.

00:24:51: Du hast nicht versagt, ganz im Gegenteil.

00:24:54: Dein Finanzplan ist nicht in Stein gemeißelt – er isst kein starres Gesetz!

00:25:00: Er isst ein lebendiges atmenes Dokument das sich mit dir und deinem Leben weiterentwickeln sollte und muss.

00:25:08: Es ist absolut normal Ja sogar wünschenswert dass sich Ziele im Laufe des Lebens ändern.

00:25:15: es zeigt dass du dich weiterentwickelst, dass du neue Erfahrungen machst, das du dich selbst besser kennenlernst.

00:25:23: Deshalb ist es entscheidend, dass Du deine Ziele regelmäßig überprüfst und hinterfragst!

00:25:29: Ich empfehle dies mindestens einmal im Jahr zu tun – vielleicht immer an Deinem Geburtstag oder am Jahresanfang.

00:25:38: Setze Dich hin, nimm Deine Smartziele zur Hand und frage Dich ganz ehrlich….

00:25:45: Ist das immer noch das was ich will?

00:25:48: Passen diese Ziele noch zu meinem Leben, zu meinen Werten, zu meiner aktuellen Situation?

00:25:56: Wenn ja wunderbar.

00:25:58: Dann machst du weiter!

00:26:00: Wenn nein, dann passe sie an.

00:26:04: Vielleicht entscheidest Du das Ziel Hauskauf zu streichen oder zumindest zu verschieben und stattdessen ein neues Ziel Sabatical in Südamerika zu definieren.

00:26:15: Dann rechnest Du neu Was kostet das Sabaticle?

00:26:22: Bis wann will ich es machen?

00:26:24: In drei Jahren?

00:26:26: Gut.

00:26:27: Dann passt du deine Sparpläne entsprechend an!

00:26:30: Das Geld, das Du für das Haus gespart hast wird dann einfach für das neue Ziel umgewidmet – kein Problem.

00:26:38: Flexibilität ist kein Zeichen von Schwäche oder Unentschlossenheit sondern von Stärke und Selbstkenntnis.

00:26:46: Ein guter Finanzplan ist wie ein gutes Segelboot.

00:26:49: Es hat ein klares Ziel einen Kurs Aber es ist flexibel genug, um auf wechselnde Winde, auf Strömungen und Stürme zu reagieren ohne den Kurs komplett zu verlieren oder zu kenntern.

00:27:05: Das ist ein sehr beruhigender und befreiender Gedanke!

00:27:09: Der Plan ist also nicht mein Gefängnis sondern mein Kompass, den ich bei Bedarf neu ausrichten kann wenn sich die Landschaft ändert.

00:27:20: Mike – Ich danke dir von Herzen.

00:27:25: Das war unglaublich erhellend und motivierend.

00:27:29: Ich fühle mich jetzt nicht mehr verloren oder orientierungslos, sondern ich habe einen klaren Fahrplan.

00:27:38: Träumen Aufschreiben Priorisieren Quantifizieren Smart formulieren Und jährlich überprüfen – das werde ich tun!

00:27:54: Ein

00:27:57: klarer durchdachter Plan ist der erste und wichtigste Schritt auf dem langen, aber lohnenden Weg zur finanziellen Freiheit- und Selbstbestimmung.

00:28:06: Absolut!

00:28:08: Und liebe Zuhörerinnen und Zuhörer wir hoffen wirklich von Herzen dass diese Folge euch genauso inspiriert und motiviert hat wie mich.

00:28:19: nehmt euch die Zeit für eure eigene Trauminventur.

00:28:24: es lohnt sich wirklich.

00:28:26: Verwandelt eure Wagenwünsche und Träume in glasklare, umsetzbare Ziele.

00:28:32: Und macht euch auf den Weg sie Schritt für Schritt zu erreichen!

00:28:37: In unserer nächsten Folge gehen wir den nächsten logischen Schritt und fragen Welcher Anlegertyp bist du?

00:28:46: Wir bestimmen gemeinsam euer persönliches Risikoprofil damit ihr genau wisst welche Anlagestrategie die richtige für euch ist.

00:28:55: Seid also unbedingt wieder dabei.

00:28:57: Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar.

00:29:05: Finanzpost.de und die Sprecher übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte.

00:29:13: Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko!

00:29:17: Für verbindliche Finanzberater empfehlen wir einen zertifizierten Finanzberator zu konsultieren.

00:29:22: Beachtet bitte auch unsere Allgemeinengeschäftsbedingungen und das Impressum.

00:29:27: Alle Links und Show-Notes findet ihr wie immer auch auf unserer Webseite.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.